10. Oktober 2016, 07:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hurrikan ‘Matthew’ kostet Versicherer rund fünf Milliarden Dollar

Die Zerstörungen durch Hurrikan “Matthew” in den USA dürfte die Versicherungsbranche nach Schätzung von Experten eine Milliardensumme kosten.

Hurrikan Matthew kostet Versicherer rund fünf Milliarden Dollar

Die durch Hurrikan Matthew verursachte Schadensumme wird trotz starker Verwüstungen voraussichtlich deutlich geringer ausfallen als bei anderen Wirbelstürmen seit der Jahrtausendwende.

Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister CoreLogic beziffert die versicherten Schäden an Wohn- und Gewerbegebäuden auf etwa vier bis sechs Milliarden US-Dollar (3,6 bis 5,4 Milliarden Euro), wie er in der Nacht zum Sonntag im kalifornischen Irving mitteilte.

Damit fällt die Schadensumme trotz starker Verwüstungen voraussichtlich deutlich geringer aus als bei anderen Wirbelstürmen seit der Jahrtausendwende. So hatte Hurrikan “Katrina” im Jahr 2005 den Angaben zufolge versicherte Gebäudeschäden von 35 bis 40 Milliarden Dollar angerichtet. Hurrikan “Sandy” kostete die Versicherungsbranche im Jahr 2012 in diesem Bereich etwa 15 bis 20 Milliarden Dollar.

Mehr als 60.000 Menschen in Notunterkünften

“Matthew” richtete an der Südostküste der USA schwere Schäden an. die befürchtete ganz schwere Katastrophe blieb aber aus. Mindestens zehn Menschen starben, wie der Sender CNN berichtete. In Georgia, South Carolina und North Carolina kam es zu Überschwemmungen und starkem Regen. Bäume knickten um, Straßen waren unpassierbar. In Florida, wo “Matthew” am Freitag gewütet hatte, begannen unterdessen die Aufräumarbeiten.

In Haiti stellt sich die Lage wesentlich dramatischer dar. Dort kamen offiziellen Angaben zufolge über 300 Menschen ums Leben. Mehr als 60.000 Menschen suchten Schutz in Notunterkünften. Während Naturkatastrophen in einem Land wie Haiti meistens viel größeres menschliches Leid anrichten, kommen die Schäden in einem Industrieland die Versicherer in der Regel um ein Vielfaches teurer zu stehen.

Am Samstag traf der Hurrikan an der US-Ostküste erstmals direkt auf Land. Das Zentrum des Sturmes lag im Bundesstaat South Carolina etwa 55 Kilometer nordöstlich von Charleston vollständig über dem Küstengebiet. Auf seinem bisherigen Zug entlang Florida und Georgia hatte “Matthew” nur mit dem Rand seines Auges Land gestreift – was allerdings kaum einen Unterschied bei den Auswirkungen des Sturmes macht. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BVK fördert Unternehmertum von Maklern

Nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) steigt der unternehmerische Anspruch an den Beruf des Versicherungsmaklers. Treiber dieser Entwicklung sind zunehmende regulatorische Anforderungen durch die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD und umfangreiche technische und vertriebliche Innovationen durch die Digitalisierung des Versicherungsvertriebs.

mehr ...

Immobilien

Immobilienbranche steht vor einer Reihe von Herausforderungen in 2019

Die Hamburger Agentur für Finanz- und Unternehmenskommunikation Kirchhoff Consult AG hat die neue Ausgabe des „Kirchhoff Stimmungsindikator Immobilien-Aktien“ veröffentlicht. Die Untersuchung wurde zum vierten Mal durchgeführt. Dabei wurden Immobilienexperten nach den Entwicklungsperspektiven von deutschen Immobilienaktien sowie den Chancen und Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld befragt.

mehr ...

Investmentfonds

In maximal 5 Jahren zur Milliardengrenze: Beckers gründet Vermögensverwaltung

Der Berliner Seriengründer Jan Beckers expandiert ins Geschäft mit Aktienfonds und startet einen Vermögensverwalter. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin ‘Capital’ in seiner jüngsten Ausgabe. Beckers, der hinter den Start-up-Inkubatoren Hitfox, Finleap und Heartbeat Labs steht, hat dafür den Portfolioverwalter BIT Capital gegründet, der bereits zwei Fonds aufgelegt hat.

mehr ...

Berater

Banken: Mehr vorsorgen für möglichen Konjunktureinbruch

Banken in Deutschland sollen sich mit einem zusätzlichen milliardenschweren Finanzpolster für einen möglichen massiven Konjunktureinbruch wappnen. Das kündigte die Finanzaufsicht Bafin am Montag in Berlin an.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter holt Immobilien vom Gründer zurück

Im Insolvenzverfahren über das Privatvermögen des Gründers des Container-Anbieters P&R wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten. Der Insolvenzverwalter konnte demnach Vermögenswerte sichern – wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

mehr ...

Recht

Mitarbeiter mit Rabatten motivieren

Viele Firmen gewähren Mitarbeitern Rabatte auf eigene Waren und Dienstleistungen oder Produkte von Dritten. Damit solche Vergünstigungen steuerfrei bleiben, sollten Unternehmen die Vorgaben genau beachten und mögliche Fallstricke kennen. Ein Beitrag von Jennifer Telle, Kanzlei WWS Wirtz, Walter, Schmitz in Mönchengladbach

mehr ...