Jagdfeld: Millionenklage gegen Signal Iduna

Der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld hat den Versicherer Signal Iduna auf Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe verklagt. Entsprechende Presseberichte bestätigte die Jagdfeld Gruppe gegenüber Cash.Online. Demnach wurde die Klage bereits vor mehr als achtzehn Monaten erhoben.

Anno August Jagdfeld geht gerichtlich gegen die Signal Iduna vor.
Anno August Jagdfeld geht gerichtlich gegen die Signal Iduna vor.

Hintergrund der Klage mit einem Gegenstandswert von mehreren hundert Millionen Euro sind nach Angaben des Unternehmens Ansprüche wegen einer „beispiellosen Rufmordkampagne“ gegen Jagdfeld und seine Familie. Das wörtlich formulierte Ziel sei gewesen, „Herrn Jagdfeld und seine Entourage zu entsorgen“.

Die Signal Iduna habe „zahlreiche unwahre und gerichtlich widerlegte Behauptungen und diffamierende Darstellungen“ verbreiten lassen. Infolge der behaupteten Kampagne sei der Wert der Beteiligungen an Projekten der Jagdfeld Gruppe massiv gesunken.

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So sei zum Bespiel der Kurs der Fondsanteile am Hotel Adlon zwischenzeitlich völlig zusammengebrochen, was zu Verlusten derjenigen Kleinanleger geführt habe, die ihre Anteile zum historisch niedrigsten Kurs verkaufen mussten. Auch die Signal Iduna hatte sich an dem Fonds beteiligt, der den Bau und Betrieb des Hotels finanzieren sollte.

Schadensersatzpflicht soll geklärt werden

„Noch gravierender waren die durch die kreditschädigenden Falschbehauptungen der Signal Iduna ausgelösten Reputations- und Vermögensschäden der Mitglieder der Familie Jagdfeld und
deren Unternehmen“, heißt es in einer Mitteilung der Jagdfeld Gruppe.

Vor dem Landgericht Dortmund solle eine mögliche Schadensersatzpflicht des Versicherers wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung und Kreditgefährdung geklärt werden.

Signal Iduna nennt Vorwürfe „haltlos“

Ein Sprecher der Signal Iduna kommentierte den Fall am Dienstag gegenüber Cash.Online so: „Wir halten die Vorwürfe für haltlos und die Klage für aussichtslos.“ Weitere Aussagen wollte der Sprecher aufgrund des „laufenden Verfahrens“ nicht tätigen. (kb/lk)

Foto: Jagdfeld Gruppe/Svea Pietschmann

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