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4. Oktober 2016, 14:51
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“Kompensationsmaßnahmen können nur in der bAV liegen”

Lösungskonzepte mit Blick auf die “Demografiefalle” und die aktuelle Niedrigzinsphase standen im Fokus der zehnten bAV-Konferenz von Willis Towers Watson, an der Ende September 200 bAV-Experten aus mittleren und großen Unternehmen in Frankfurt am Main teilnahmen.

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Die bAV-Konferenz hatte über 200 Teilnehmer.

Referenten verschiedener Unternehmen wie Caterpillar, Deutsche Telekom, Dräger, Robert Bosch und Siemens stellten anhand ihrer Unternehmenspraxis Herausforderungen und Gestaltungsoptionen für die bAV vor. Der Branchentreff stand zudem unter den Vorzeichen der anstehenden politischen Entscheidungen um das geplante Renten-Reformkonzept.

“Die bAV wurde immer wichtiger, weil die bAV nun ein Mittel ist, mit der Unternehmen die Vergütung und die Motivation der Mitarbeiter steuern können. Das war vor zehn Jahren anders”, sagte Dr. Reiner Schwinger, Head of the Northern Europe Region von Willis Towers Watson Deutschland. “Vor zehn Jahren ging es um die Bewältigung von Vergangenheitslasten – heute ist die bAV ein Instrument für das Erreichen von Unternehmenszielen.” Mit Blick auf die aktuelle Situation wies er auf die Chancen hin, die in der bAV liegen: “Sinkt die gesetzliche Rente deutlich ab, werden Kompensationsmaßnahmen gebraucht und diese können nur in der bAV liegen”.

Reformbedarf angemahnt

Dr. Thomas Jasper, Leader Retirement Western Europe von Willis Towers Watson, mahnte jedoch Reformbedarf an: “Bereits heute profitieren rund 60 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland von einer bAV. Die bAV könnte aber noch weiter verbreitet sein, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen für unternehmensspezifische Opting-out-Modelle geklärt wären.” In solche bAV-Modelle werden automatisch alle Mitarbeiter eines Unternehmens einbezogen, es sei denn, einzelne Mitarbeiter entscheiden sich explizit dagegen.

Darüber hinaus brachte Jasper auch eine mögliche Erleichterung des Anbieterwechsels ins Gespräch: “Gerade bei fondsgebundenen Versicherungen wäre bei entsprechenden regulatorischen Änderungen ein ganz neuer Wettbewerb zwischen den Anbietern möglich – der für weitere Effizienzgewinne sorgen würde”, betonte er.

Seite zwei: Warten auf einen Gesetzentwurf

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