Pflege: Studie offenbart großen Informationsbedarf

Ein Großteil der Deutschen ist der Ansicht, dass es notwendig ist, eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Das geht aus einer aktuellen Online-Befragung hervor. Die große Mehrheit fühlt sich derzeit zudem beim Thema private Pflegevorsorge nur mittelmäßig bis gar nicht informiert.

Pflege Studie
Zur privaten Pflegevorsorge herrscht unter den Befragten der Studie zufolge ein großer Informationsbedarf.

78 Prozent der Bundesbürger meinen, dass es wichtig ist, mit einer privaten Pflegeversicherung für den Fall der eigenen Pflegebedürftigkeit vorzusorgen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, für die das Beratungsinstitut Heute und Morgen im Auftrag der Zurich Gruppe Deutschland im Juni 2016 1.000 Berufstätige im Alter von 30 bis 65 Jahre befragt hat.

Pflegereform kaum bekannt

Demnach zweifeln die Befragten an der Zukunft des Gesundheitssystems. So gehen 75 Prozent davon aus, dass die Versorgung immer schlechter werden wird. Gleichzeitig fürchten sich 70 Prozent der befragten Berufstätigen davor, pflegebedürftig zu werden. Zwei Drittel sind zudem besorgt, dass es nahe Angehörige treffen könnte.

Die Studie offenbart zudem eine Wissenslücke bei den Befragten. So wollen sich 47 Prozent aufgrund ihres unzureichenden Kenntnisstands nicht zur anstehenden Pflegereform äußern. Unter den 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 57 Prozent.

Informationsbedarf zur privaten Pflegeversicherung

Auch die Kosten, die mit einer Pflegebedürftigkeit entstehen, können die meisten Befragten nicht einschätzen. Lediglich etwa 15 Prozent der Befragten trauen sich zu, die Kosten einer ambulanten (13 Prozent) oder stationären Pflege (16 Prozent) „ganz gut“ einschätzen zu können.

Zur privaten Pflegevorsorge herrscht unter den Befragten der Studie zufolge ein großer Informationsbedarf. So fühlen sich 80 Prozent der Berufstätigen bei der privaten Pflegeversicherung lediglich mittelmäßig bis gar nicht informiert. (jb)

Foto: Shutterstock

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