17. Mai 2016, 09:52
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Arbeitgeber: Rentenniveau muss weiter abgesenkt werden

Die Arbeitgeber haben die große Koalition davor gewarnt, “neue Fehler in der Rentenpolitik” zu begehen. Auf keinem Fall dürfe die Entscheidung des Gesetzgebers, das Rentenniveau weiter absinken zu lassen, korrigiert werden.

Rentenniveau: Arbeitgeber für Absenkung

Nach aktueller Gesetzeslage könnte das Rentenniveau von derzeit rund 48 Prozent bis 2030 auf 43 Prozent sinken.

Dies geht aus einem rentenpolitischen Grundsatzpapier der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hervor, aus dem die Zeitung “Die Welt” (Dienstag) zitiert.

Warnungen vor drastischem Anstieg der Altersarmut “völlig überzogen”

Warnungen vor einem drastischen Anstieg der Altersarmut seien völlig überzogen, schreibe der Spitzenverband weiter. Eine gezielte Vorbeugung vor Altersarmut sei nach Ansicht der Arbeitgeber allerdings bei Selbstständigen geboten.

Die in Umfragen deutlich abgesackte SPD hatte im April angekündigt, die Zukunft der Rente und die drohende Altersarmut für viele Bürger zu einem zentralen Thema im Bundestagswahlkampf 2017 zu machen. Im wesentlichen geht es um die Forderung, das Rentenniveau nicht wie geplant weiter abzusenken, sondern auf heutigem Niveau zu belassen.

Derzeit liegt das Rentenniveau – das Verhältnis zwischen Arbeits- und Renteneinkommen – bei rund 48 Prozent. Es könnte nach aktueller Gesetzeslage bis 2030 auf 43 Prozent sinken. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. Woher wissen die Arbeitgeber , das die Altersarmut schon nicht so schlimm kommen wird ? Was für eine Dreistigkeit ! Diese Dinge lassen sich relativ einfach berechnen, und daraus schon sehr sicherere Prognosen erstellen.

    Kommentar von Nils Fischer — 18. Mai 2016 @ 10:42

  2. Die Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus ist ein alter Hut und lange bekannt. Dabei muss es bleiben um einen Ausgleich der Generationen sicherzustellen bei der demographischen Entwicklung in Deutschland. Leider ist dieser Konsens jede Wahlperiode wieder in Gefahr bzw. soll zugunsten einem kurzfristigen Stimmenfang geopfert werden. Die Altersvorsorge ist aber auf Verlässlichkeit und Langfristigkeit angewiesen.

    Kommentar von André Perko — 17. Mai 2016 @ 18:27

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