26. Mai 2016, 18:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Warum Riestern wichtig bleibt

Riester-Rente im Kern wegweisend

Trotzdem ist die Riester Rente im Kern ein wegweisendes Konzept. Die direkte Förderung durch eine Zulage stellt eine greifbare und berechenbare Größe dar. Die Auswirkung
und Bedeutung kann im Beratungsgespräch deutlich gemacht und entschieden werden, ob es Anreiz genug ist, für das Alter vorzusorgen. Denn um die Vorsorgemotivation zu fördern, gibt es im Wesentlichen nur drei Möglichkeiten: Förderung, Renditeerwartung und mehr oder weniger sanften Zwang.

Rendite ist heute nur noch schwer in Beispielsrechnungen und Prognosen darzustellen: durch die Quasi-Abschaffung des Zinses durch die EZB und der Ankündigung einer beispiellosen Niedrigzinsphase in Europa für die kommenden Jahre. Statt zu sparen, soll das Geld ausgegeben werden.Ideen wie das „Helikopter-Geld“ (direkte Geldgeschenke für die Bürger für den Konsum), zeigen, wie verzweifelt die EZB versucht, geldpolitisch die Konjunktur in Schwung zu bringen.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Bildschirmfoto-2016-05-26-um-17 33 20 in Warum Riestern wichtig bleibt

Sinkende Vorsorgemotivation

Konsum verträgt sich nicht mit dem Sparen für das Alter. Auch wenn durch die praktisch nicht mehr existierende Inflation hohe Realzinsen zu erzielen sind, verleiten Niedrigstzinsen eher dazu, das Geld zu konsumieren statt es herumliegen zu lassen. Die Finanzpsychologie schlägt hier die Finanzmathematik. Das aktuelle Umfeld ist Gift für die Altersvorsorge, die von positiven Erwartungen in der Zukunft lebt.

Sollten erste Versicherer kommunizieren, dass sie Probleme haben, ihre Garantiezusagen einzuhalten, ist die Stimmung endgültig im Keller. Der Berater befindet sich seit der Einführung des LVRG auch noch im Dilemma, dass die sinkende Vorsorgemotivation der Kunden mit einem sinkenden Vergütungsniveau für die Beratung einhergeht. Es scheint nur noch der Zwang zum Vorsorgeglück zu helfen.

Deutschland-Rente als neues Konzept

Mit der Deutschland- Rente kam eine neue Idee ins Spiel. Sie führt den Gedanken aus dem letzten Jahr fort, die betriebliche Altersvorsorge durch Zwangsversicherung oder zumindest Opt-out-Verfahren zu fördern. Nun soll eine neue Art Vorsorgefonds entstehen, der außerhalb der privaten Versicherungswirtschaft entstehen soll. Die drei hessischen Landesminister, die den Vorschlag eingebracht haben, sehen als Vorteil, dass ein derartiger Fonds ohne eigenes Gewinninteresse mit einer günstigen Kostenstruktur betrieben werden könne.

Die Vermögensanlage soll breit gestreut und wesentlich aktienorientierter sein, der Beitragseinzug direkt vom Gehalt erfolgen. Für den Kunden soll die Möglichkeit bestehen, sich aktiv dagegen zu entscheiden. Fraglich ist, warum hierfür eine neue Versorgungseinrichtung gegründet werden muss. Kostengünstige Produktlösungen wie ETFs sind am Markt vorhanden. Auch in Aktien kann investiert werden.

Seite drei: Vorsorge in der Hand des Staates

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Investitionen in Fintechs leicht rückläufig

Investoren haben laut der Studie “Fintech Pulse” von KPMG im vergangenen Jahr im Rahmen von 2.693 Deals insgesamt 135,7 Milliarden Dollar in Fintechs investiert. Das ist gegenüber 2018 (3.145 Deals mit einem Gesamtvolumen von 141 Milliarden Dollar) ein Rückgang um knapp vier Prozent. Zu einer Verdoppelung kam es dagegen im Bereich Cybersicherheit.

mehr ...

Immobilien

Berlins Bürgermeister für 75-Prozent-Steuer auf Gewinn bei Bodenspekulation

Bodenspekulanten in Deutschland sollen nach Meinung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) drei Viertel ihres Gewinns an den Staat abführen müssen. Müller schloss sich am Montag der Forderung von SPD-Chef Norbert Walter-Borjans nach einer sogenannten Bodenwertzuwachssteuer an.

mehr ...

Investmentfonds

Coronavirus: Die Börsen brechen ein und Gold glänzt

Der Goldpreis zeigt seine Stärke als Sicherer Hafen – und zwar deutlich. Vor allem Sorgen darum, dass der Ausbruch des Coronavirus die Weltwirtschaftsentwicklung stärker beeinträchtigen könnte als bislang angenommen, treiben den Preis für eine Unze des gelben Metalls in immer neue Höhen.

mehr ...

Berater

Was am Ergebnis der AfW-Sonntagsfrage erschreckend ist

Auch bei den Vermittlern wäre die rechtspopulistische AfD drittstärkste Partei. Vielleicht sorgt der Eklat in Thüringen ja für ein Umdenken. Ein Kommentar von Kim Brodtmann, Cash.

mehr ...

Sachwertanlagen

IntReal gibt Neugeschäft mit geschlossenen Publikums-AIFs auf

Die Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) IntReal hat trotz Marktwachstum keine konkreten Planungen zur Auflage geschlossener Fonds für Privatanleger in den kommenden Jahren. Bei den offenen Fonds erwartet sie hingegen einen starken Zuwachs.

mehr ...

Recht

Heizen mit Holz: Neue Vorgaben für Schornsteine

Private Kaminöfen stehen nicht erst seit der Klimadebatte bei Umweltschützern in der Kritik. Nachdem zum Januar 2015 die Grenzwerte für den Staub- und Kohlenmonoxidausstoß von Feuerungsanlagen angehoben wurden, rücken nun auch die Schornsteine in den Fokus. Droht tausenden Haushalten jetzt die Umrüstung?

mehr ...