Vergleichsportale sollen transparenter werden

Von wem kassieren die Vergleichsportale Geld?

Die Portale haben meist Verträge mit den Unternehmen abgeschlossen, deren Produkte sie anbieten. Für jeden Kunden, den ein Portal vermittelt, müssen diese Firmen dann Provision zahlen. Die Provision liegt etwa bei der Kfz-Haftpflicht nach Angaben aus Versicherungskreisen bei rund 50 bis 100 Euro pro Vertrag. Das ist ein lukratives Geschäft: Allein in der letzten Wechselrunde für die Kfz-Haftlichtversicherung vermittelte Check24 rund 950.000 Verträge.

Wie hoch die Provisionen genau sind, bleibt  Betriebsgeheimnis: Firmengründer Henrich Blase wehrt sich gegen Forderungen aus der Politik, die Portale zur Offenlegung ihrer Gewinnbeteiligung zu verpflichten. Im Geschäftsleben sei das völlig untypisch. „Kein Autohändler oder kein Reisebüro macht das.“

Zeigen die Vergleichsportale wirklich immer den günstigsten Preis?

Nein. Eine Studie mehrerer Verbraucherzentralen kam zu einem deutlichen Ergebnis: „Der Nutzen von Online-Buchungs- und Vergleichsportalen ist für Verbraucher eingeschränkt, da einige Portale häufig nicht den günstigsten Preis anzeigen.“ Zum Teil fanden die Verbraucherschützer auf den Internetseiten der einzelnen Anbieter günstigere Preise als über die Portale.

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Das gilt besonders für Handy- und Online-Tarife: Dort waren 50 Prozent der angezeigten Preise auf den Portalen höher als bei den Telekommunikationsfirmen selbst. Auch bei Flugpreisen schnitten die Portale schlecht ab. Check24 warf dann seinerseits den Verbraucherzentralen methodische Mängel vor: Teilweise seien Äpfel mit Birnen verglichen worden.

Daniela Wiegmann und Carsten Hoefer, dpa

Foto: Shutterstock

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