Allianz startet besser ins Jahr als gedacht

Bei der Hauptversammlung geht es neben einer erhöhten Dividende für 2016 um den Umbau der Allianz im Zeichen der Digitalisierung – und einen Führungswechsel im Aufsichtsrat. Der 70-jährige Aufsichtsratschef und frühere Controlling-Vorstand Helmut Perlet soll das Gremium noch wenige Tage führen und seinen Posten am 7. Mai an den früheren Vorstandschef Michael Diekmann (62) abgeben. Erst dann läuft Diekmanns vorgeschriebene zweijährige Wartezeit seit seinem Abschied von der Vorstandsspitze ab. Die Aktionäre müssen beide Manager dazu noch in das Gremium wählen.

Angesichts des Widerstands, den Bäte bei seiner Neuausrichtung der Allianz intern zu spüren bekommt, sprang Perlet dem Manager zur Seite. Es gebe wie in jeder Organisation „Leute, die die Notwendigkeit eines tiefgreifenden Umbaus nicht erkennen oder nicht erkennen wollen“, sagte Perlet. Der Aufsichtsrat stehe aber voll hinter der Strategie des Vorstands. Bäte sagte: „Wir nutzen unsere Stärke, um uns auf die Herausforderungen vor allem im Punkt der Digitalisierung vorzubereiten.“

Aktionäre stärken Bäte den Rücken

Unterstützung erhielt Bäte auch von Aktionärsseite. „Die Versicherungsbranche muss den Kunden im digitalen Zeitalter neu entdecken, sonst droht ihr früher oder später ein Angriff auf das Kerngeschäft durch Internetkonzerne wie Google, Apple, Facebook oder Amazon“, sagte Fondsmanager Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Union Investment. Beim Umbau des Konzerns dürfe es „auch mal knirschen, solange die Motivation im Vertrieb und die Kundenzufriedenheit nicht leidet“. (dfpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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