12. Dezember 2017, 13:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa will den Neubau von Kohlekraftwerken nicht mehr versichern

Der französische Axa-Konzern will den Bau neuer Kohlekraftwerke nicht mehr versichern. Auch das Geschäft mit ölhaltigen Sanden soll künftig keinen Versicherungsschutz von Axa mehr bekommen, wie das Unternehmen am Dienstag beim Pariser Klimagipfel ankündigte.

Axa will den Neubau von Kohlekraftwerken nicht mehr versichern

Axa-Vorstandsvorsitzender Thomas Buberl: “Wir unterstützen überhaupt keine neuen Kohlekraftwerke mehr mit Blick auf Investitionen und Versicherungen.”

Außerdem setzte Axa sich ehrgeizigere Ziele für klimafreundliche Investitionen: Bis zum Jahr 2020 will der Versicherer zwölf Milliarden Euro in “grüne Investitionsprojekte” anlegen – bislang hatte es für diesen Zeitpunkt nur drei Milliarden Euro angepeilt.

Axa kündigte außerdem an, sich noch stärker aus der Kohleenergie zurückzuziehen. 2015 hatte der Versicherer entschieden, Investitionen von 500 Millionen Euro aus Unternehmen abzuziehen, die mehr als die Hälfte ihres Umsatzes in der Kohlebranche erwirtschaften.

Axa: Keine Unterstützung für neue Kohlekraftwerke

Dieses Ziel wurde nun auf 2,4 Milliarden Euro erhöht – und soll Unternehmen betreffen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes aus dem Kohlegeschäft generieren, sehr viel Kohlestrom nutzen oder neue Kohlekraftwerke bauen.

“Wir unterstützen überhaupt keine neuen Kohlekraftwerke mehr mit Blick auf Investitionen und Versicherungen”, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Buberl. “Für die wird das Leben also härter.” Es sei wichtig, die Unternehmen zu unterstützen, die sich wandelten.

Die Einbindung von Unternehmen und Investoren beim Kampf gegen den Klimaschutz war das zentrale Thema des “One Planet Summit”, zu dem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eingeladen hatte. (dpa-AFX)

Foto: Axa

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Rentenpolitik: Grundsätze der Versicherungsmathematik nicht aus den Augen verlieren ­

„Die Rentenkommission der Bundesregierung hat bedauerlicherweise die Chance verstreichen lassen, das deutsche Rentensystem dauerhaft zukunftsfest zu machen“, betont der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) Dr. Guido Bader nach eingehender Analyse der Kommissionsempfehlungen.

mehr ...

Immobilien

Aktivität der Projektentwickler kühlt ab

Schon vor Corona ist der Markt für Immobilien-Projektentwicklungen in Deutschland deutlich abgekühlt. Vor allem Wohnungsbauprojekte gehen zurück. Das ergab die “Projektentwicklerstudie 2020” des Marktforschungsunternehmens bulwiengesa.

mehr ...

Investmentfonds

Chris Iggo: Leugnung, Panik, Hoffnung

Chris Iggo, CIO Core Investments  bei Axa Investment Managers (AXA IM) über die Corona-Krise und die Perspektiven für die Kapitalmärkte.

mehr ...

Berater

WhoFinance hilft bei der Suche nach Fördermittel-Beratern

Die Finanzberatungsplattform WhoFinance hat in Anbetracht der Coronakrise ein Verzeichnis von Fördermittel-Beratern erstellt. Dort findet man Berater, die Unternehmen und Selbstständigen bundesweit per Videoberatung in der Krise helfen wollen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Online-Tool für RWB-Vertriebspartner stärker gefragt

Die RWB Group, Spezialist für Private-Equity-Dachfonds, stellt ihren angebundenen Vertriebspartnern eine hauseigene Online-Beratungs- und Zeichnungsplattform zur Verfügung. Die Nachfrage danach hat in den letzten beiden Wochen spürbar zugenommen, so das Unternehmen.

mehr ...

Recht

Coronavirus: Die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern

Muss ich ins Büro, wenn der Kollege hustet? Wie muss mich mein Arbeitgeber vor dem Coronavirus schützen? Was ist, wenn ich nicht ins Büro komme, weil Bus und Bahn nicht mehr fahren? Muss ich meinem Chef meine Handynummer geben, wenn er mich ins Home-Office schickt? Darf ich mich weigern, zu Hause zu arbeiten? Muss ich Überstunden wegen der Corona-Krise machen? Wer zahlt meinen Lohn, wenn ich in Quarantäne geschickt werde? Fragen über Fragen, die sich in einer sehr besonderen Zeit wohl jeder Arbeitnehmer früher oder später stellt. Die Arag-Experten gaben Antworten.

mehr ...