BU-Policen: Von Irrtümern und Vorurteilen

Viele Versicherer bemühen sich mittlerweile, speziell die Antragsstellung einfacher zu gestalten. „Die ausführlichen Fragen zu Gesundheit und Absicherungswünschen zu beantworten ist aufwendig, aber damit stellen wir sicher, dass der Kunde gewiss sein kann, dass er im Schadensfall die vereinbarte Absicherung auch erhält“, erklärt Fiknet Veseli, Abteilungsleiterin Produktmanagement private Altersvorsorge und Biometrie bei der Ergo.

„Unser Angebot M-Check bietet eine Vorort-Untersuchung durch eine medizinische Fachkraft nach Vereinbarung, wo immer und wann immer es dem Kunden passt. Und wir nutzen auch digitale Beratungsinstrumente, die die Abfrage relevanter Daten standardisiert, einfacher und schneller macht“, so Feseli.

Canada Life bietet als technische Vereinfachung einen kompletten Online-Antrag inklusive Risikoprüfung an. „Auch sind wir bei der elektronischen Risikovoranfrageplattform Riva vertreten. Vermittler können damit einfach und abschließend klären, ob und zu welchen Konditionen sich ihre Kunden versichern lassen und eine Risikovoranfrage bei bis zu vier Gesellschaften gleichzeitig einreichen“, so Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement und stellvertretender Niederlassungsleiter in Deutschland.

Angebot muss etwas taugen

Das Vertrauen in die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist laut von Fürstenwerth ein weiterer Irrtum rund um die BU, da diese nur eine Mindestabsicherung darstelle. Ein Aufsatz auf der Website eines Verbandes wird aber kaum etwas an der geringen Marktdurchdringung ändern. Auch an den Produkten muss gearbeitet werden.

Das sieht auch Michael Stille so, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherung: „Aufklärung kann nur dann zu dem erwünschten Ziel führen, wenn das Angebot etwas taugt. Es muss ein zuverlässiger Schutz zu bezahlbaren Preisen angeboten werden. Solange das nicht flächendeckend erfolgt, wird sich die Marktdurchdringung in überschaubaren Grenzen halten.“ (kb)

Foto: GDV

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