Anzeige
Anzeige
18. August 2017, 09:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Check24 sieht Geschäftsmodell “zusätzlich bestätigt”

Das Online-Portal Check24 muss seine Website-Besucher umfassender und transparenter als bisher beraten. Dies sei der jetzt vorliegenden Urteilsbegründung des Oberlandesgerichts München (Az: 29 U 3139/16) zu entnehmen, teilte der BVK mit. Man habe die Nachbesserungen bereits im Laufe des Verfahrens adressiert, läßt Check24 nun verlautbaren.

Shutterstock 404738095 in Check24 sieht Geschäftsmodell zusätzlich bestätigt

Gegen das erstinstanzliche Urteil hatten sowohl Kläger als auch Beklagte Berufung eingelegt. Deswegen wurde der Prozess vor dem Oberlandesgericht München fortgesetzt.

Der BVK hatte im Herbst 2015 Klage gegen Check24 erhoben. Der Vorwurf: Unter dem Deckmantel eines Preisvergleichsportals locke das Internetportal Verbraucher auf seine Plattform, um Versicherungsverträge abzuschließen. Bei diesen Online-Geschäften finde weder die gesetzlich vorgeschriebene Information noch die gesetzlich vorgeschriebene Beratung des Verbrauchers statt.

Gegen das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts München vom 13. Juli 2016 hatten sowohl Kläger als auch Beklagte Berufung eingelegt. Deswegen wurde der Prozess vor dem Oberlandesgericht München fortgesetzt.

Kein reiner Preisvergleich

Laut Urteilsbegründung verletze Check24 beispielsweise Pflichten, wenn es Besuchern seiner Website wichtige Fragen beim Abschluss von Versicherungen nicht stellt. Zudem müsse Check24 bei standardisierten Buchungsprozessen alle Website-Besucher in Bezug auf regelmäßig für den Versicherungsschutz relevante Aspekte beraten und den Website-Besucher hierzu befragen.

Auch hinsichtlich der Transparenz von Mitteilungspflichten fordere das Gericht von Check24 Änderungen seiner bisherigen Geschäftspraktiken. Das Online-Portal müsse sich bereits beim Erstkontakt als Makler zu erkennen geben, der nicht nur Preise vergleicht, sondern als Online-Versicherungsmakler Provisionen kassiert. Diese Information müsse Check24 den Besuchern in Textform, also per Briefpost, E-Mail oder in Form eines obligatorischen Downloads, aktiv übermitteln.

“Selektiver Nachbesserungsbedarf”

Bei Check24 sieht man das eigene Geschäftsmodell durch das Urteil “zusätzlich bestätigt”. “Wie schon das Landgericht sieht auch das Oberlandesgericht selektiven Nachbesserungsbedarf bei der Befragung und Beratung, was wir aber bereits im Laufe des Verfahrens adressiert haben”, teilte das Unternehmen gegenüber Cash.Online mit.

“Beispielsweise fragen wir im PHV-Vergleich ehrenamtliche Tätigkeiten ab. Im Beispiel des Studenten wird in der Hausratversicherung eine mögliche Doppelversicherung ausgeschlossen, indem wir nach Haupt- und Nebenwohnsitz fragen, der möglicherweise bereits durch eine Versicherungspolice der Eltern abgedeckt wird.” Im Kfz-Vergleich werde gefragt, ob im Leasingvertrag Werkstattbindung vereinbart ist.

“Bei der Erstinformation geht es laut OLG-Urteil nicht darum, dass wir uns auf der Website deutlicher als Makler zu erkennen geben müssen, sondern darum, dass dem Kunden das Dokument mit der Erstinformation auf einem dauerhaften Datenträger (zum Beispiel pdf) zugehen muss”, so Check24 weiter. Das Urteil bedeute, dass Makler über alle Vertriebskanäle beim Erstkontakt dem Kunden die Erstinformation auf einem dauerhaften Datenträger zukommen lassen müssen. (kb)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Kfz-Branche: “Die Dimension der Veränderung verstehen”

Die digitale Transformation verändert die Kfz-Branche. Cash. sprach mit Dr. Daniel Schulze Lammers, Leiter des Bereichs SUHK Privatkunden bei der Axa, über die Rolle der Versicherungen in der mobilen Welt von morgen.

mehr ...

Immobilien

USA: NAHB-Hausmarktindex fällt auf den tiefsten Stand seit Mai 2015

Die Lage am US-Häusermarkt hat sich überraschend eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex, der die Stimmungslage der Häuserbauer wiedergibt, sank im Dezember auf den niedrigstem Wert seit mehr als zweieinhalb Jahren.

mehr ...

Investmentfonds

So rüsten Sie Ihr Portfolio für 2019

Die unabhängigen Vermögensverwalter bleiben vorsichtig optimistisch für Börsenjahr 2019. Universal-Investment hat in seiner Umfrage Vermögensverwalter nach ihren Prognosen für unterschiedliche Märkte gefragt sowie der optimalen Streuung des Portfolios auf unterschiedliche Assetklassen und Anlageregionen. Das sind die Ergebnisse:

mehr ...

Berater

MLP-Tochter erweitert Vorstand

Zum 1. Januar 2019 wird Oliver Liebermann (50) weiteres Vorstandsmitglied des MLP-Tochterunternehmens MLP Finanzberatung und verantwortet dort den Vertrieb. In der Holdinggesellschaft wird dieses Ressort weiterhin vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Schroeder-Wildberg verantwortet.

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT bringt Private Equity Dachfonds für betuchte Anleger

Die BVT Unternehmensgruppe, München, legt einen weiteren Private Equity Spezialfonds auf. Der alternative Investmentfonds (AIF) richtet sich mit einer Beteiligungshöhe ab 200.000 Euro ausschließlich an semiprofessionelle und professionelle Anleger.

mehr ...

Recht

Langfinger auf dem Weihnachtsmarkt: So schützen Sie sich vor Taschendieben


Alle Jahre wieder – ist die Weihnachtszeit auch die Hochsaison für Taschendiebe. Auf gut besuchten Weihnachtsmärkten und in vollen Innenstädten haben Trickdiebe oft leichtes Spiel. Was Sie tun können, damit nichts passiert, und wie Sie reagieren sollten, wenn Sie bestohlen werden, erklären die Sicherheits-Experten der Arag.

mehr ...