30. August 2017, 07:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Es trifft jeden Vierten”

Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Deutschland, sprach mit Cash. über die Notwendigkeit, sich gegen den Verlust der Arbeitskraft finanziell abzusichern.

Matthias-Wald-Swiss-Life-1 in Es trifft jeden Vierten

Matthias Wald, Swiss Life Deutschland: “Wir beobachten eine riesige Versorgungslücke.”

Cash.: Herr Wald, übertreibt die Fachwelt nicht ein wenig, wenn sie immer wieder auf die Notwendigkeit der Arbeitskraft-Absicherung hinweist?

Wald: Keineswegs, wir beobachten eine riesige Versorgungslücke. Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer in Deutschland verfügen noch über keinerlei Absicherung ihrer Arbeitskraft. Das ist ein ernstzunehmendes Problem, da es viele Menschen aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffen, bis zum offiziellen Rentenalter ihren Job auszuüben. Konkret muss etwa jeder Vierte vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Sind keine Ersparnisse vorhanden, geht es schnell ans Eingemachte. Dies gilt erst recht, wenn ein einzelner Ernährer die Familie versorgt und das Eigenheim noch nicht abbezahlt ist.

Was empfehlen Sie Menschen, die vorsorgen möchten?

Sie sollten sich möglichst frühzeitig um einen Vertrag bemühen – am besten schon während der Ausbildung oder des Studiums. Schließlich sind die Prämien in dieser Lebensphase deutlich preiswerter als bei Erwachsenen. Außerdem liegen bei den meisten jungen Menschen keine Vorbelastungen vor, sodass einer Policierung kaum etwas im Wege steht.

Gibt es sinnvolle Ergänzungen oder Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ja, besonders die Arbeitsunfähigkeitsrente ist eine Überlegung wert. Bei Swiss Life kann diese als Option zur Berufsunfähigkeitsversicherung hinzugewählt werden. Sie gleicht Verdienstausfälle bei längerer Krankschreibung aus, und zwar bis zu zwei Jahre lang. Ein Antrag auf Berufsunfähigkeit muss dafür gar nicht gestellt werden. Steht wiederum eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zur Debatte, was beispielsweise bei älteren Arbeitnehmern in Risikoberufen vorkommt, stellt eine Grundfähigkeiten-Versicherung einen sinnvollen Basisschutz dar.

Worauf ist bei Vertragsabschluss zu achten? 

Interessenten sollten die Kapitalstärke des Anbieters überprüfen. Transparenz schaffen da zum Beispiel die kürzlich veröffentlichten Solvency-II-Quoten. Swiss Life Deutschland schneidet mit 391 Prozent. Nur wer solvent ist, kann auch dauerhaft seine Verträge einhalten. Darüber hinaus ist wichtig, dass im Versicherungsfall faire Bedingungen gelten und den Betroffenen schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Seite zwei: So lässt sich die Arbeitskraft absichern

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Garantieverzicht in der bAV? Keine Chance bei Arbeitnehmern

Arbeitnehmer wollen Garantien in der Betriebsrente. Modelle ohne Garantien werden von fast allen Arbeitnehmern in Großunternehmen durchweg abgelehnt. Das kommt in einer repräsentativen Umfrage des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon klar zum Ausdruck.

mehr ...

Immobilien

Baukindergeld: Förderung macht Immobilien noch teurer

Das Baukindergeld macht Häuser, Wohnungen und Grundstücke aus Sicht der Immobilienbranche noch teurer. In vielen Fällen schlage der Verkäufer die Prämie auf den Verkaufspreis auf, teilte der Zentrale Immobilien-Ausschuss am Dienstag in Berlin mit.

mehr ...

Investmentfonds

Was Kunden von ihrer Filialbank erwarten

Die Deutschen sind in Gelddingen konservativ, von der Vorliebe für das Bargeld bis zur Altersvorsorge per Sparbuch. Eigentlich. Wenn Technologien praktisch und vertrauenswürdig sind, steigt die Bereitschaft, sich bei Finanzdienstleistungen auf Innovationen einzulassen. Ein anderer wichtiger Wunsch an ihre Filialbank ist jedoch immer schwieriger zu erfüllen.

mehr ...

Berater

Staatsanwalt ermittelt gegen Journalisten wegen Wirecard

Im Zusammenhang mit mutmaßlichen Manipulationen des Wirecard-Aktienkurses ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft gegen einen Journalisten der “Financial Times” (FT). Es liege die Strafanzeige eines Anlegers gegen den Journalisten vor, “aufgrund der Strafanzeige haben wir ein Ermittlungsverfahren eingetragen”, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

A380-Aus: Hochkonjunktur für Besserwisser

Das Ende der Produktion neuer Flugzeuge des Typs Airbus A380 bedeutet nicht automatisch Verluste für Fonds, die solche Maschinen finanziert haben. Eine schlechte Nachricht ist es trotzdem. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

OLG Celle: Reiseantritt muss zumutbar sein

In der Reiserücktrittsversicherung liegt ein Versicherungsfall vor, wenn die versicherte Person von einer unerwarteten schweren Erkrankung betroffen wird. Um dies festzustellen, kommt es laut Urteil des 8. Zivilsenats des OLG Celle nicht auf eine konkrete ärztliche Diagnose der Erkrankung an. Entscheidend sei vielmehr das Vorliegen einer krankheitsbedingten Symptomatik, die den Antritt einer Flugreise unzumutbar erscheinen lasse. 

mehr ...