6. Oktober 2017, 11:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Finanz-Start-ups wachsen langsamer

Das Wachstum von Finanz-Start-ups in Deutschland schwächt sich ab. So wurden 2017 bis Ende September erst 30 neue Finanz-Start-ups registriert, wie eine neue Studie der Bank Comdirect zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es 49.

Shutterstock 615050396 in Finanz-Start-ups wachsen langsamer

Die Fintech-Gründer werben nicht mehr so rasant Gelder von Investoren ein.

Der Trend zeigt damit nach unten: Im Gesamtjahr 2016 wurden 141 neue Fintechs erfasst, 2015 waren es 170.

Die Finanz-Start-ups, die Anlegern neue Zahlverfahren, einfache Kredite und Hilfe beim Sparen und Investieren bieten, galten lange als Boom-Branche und große Gefahr etwa für etablierte Banken. Auch mit Leistungen für Firmenkunden, etwa beim Versicherungsvertrieb oder der Immobilienverwaltung, sorgten sie für Konkurrenz.

Doch nun werben die Gründer nicht mehr so rasant Gelder von Investoren ein. Hatte sich 2014 und 2015 das Wagniskapital von Geldgebern für die Gründer gegenüber dem Vorjahr je mindestens verdoppelt, lag die Wachstumsrate 2016 bei nur 40 Prozent. In diesem Jahr werde der Anstieg des Wagniskapitals “deutlich darunter bleiben”, heißt es in der Studie, die auf Daten der Beratungsfirma Barkow Consulting basiert.

“Große Euphorie ist vorbei”

Betrugen die Investitionen in Fintechs 2016 noch 624 Millionen Euro, waren es dieses Jahr nach neun Monaten 579 Millionen Euro. Gemessen an früheren Zeiten ist das aber immer noch viel: 2013 flossen nur knapp 100 Millionen Euro in Finanz-Start-ups.

Auch die Zahl der Fintechs in Deutschland steigt weiter – wenn auch langsamer als zuvor. Bis Ende September gab es 699 solcher Firmen, ein Plus von 32 Prozent seit 2015. “Die große Fintech-Euphorie mag vorbei sein, ein Ende des Wachstums ist jedoch nicht in Sicht”, sagte Comdirect-Chef Arno Walter. “Der Fintech-Sektor in Deutschland normalisiert sich auf hohem Niveau.”

Die meisten Fintechs bieten Dienstleistungen für die Immobilienbranche (178) an, etwa für Verwaltung, Vertrieb und Investments. Darauf folgen Firmen aus dem Bereich Finanzierung (154) und solche mit Angeboten für die Versicherungsbranche (73) vor Fintechs für Investments und Zahlverfahren. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...