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5. Januar 2017, 14:14
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Kompositversicherer: Fast zwei Milliarden Euro für die Digitalisierung

Die Versicherer in den Sparten Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrtversicherung (SHUK) haben für die kommenden Jahre Investitionen in Milliardenhöhe in die Digitalisierung ihrer Prozesse vorgesehen. Zu diesem Ergebnis kommt die “Digital Operations Studie 2016” von EY Innovalue.

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Die Studie deckt eine große Diskrepanz zwischen wahrgenommener Relevanz eines digitalisierten Schadenmanagements und dessen tatsächlicher Umsetzung auf.

Die teilnehmenden Unternehmen planen demnach in einem Zeitraum von fünf Jahren Investitionen von 2,7 Prozent der jährlichen Beitragseinnahmen. Hochgerechnet auf den Gesamtmarkt im Bereich SHUK ergäbe dies bis 2021 Investitionen von 1,7 Milliarden Euro.

Die Studie deckt eine große Diskrepanz zwischen wahrgenommener Relevanz eines digitalisierten Schadenmanagements und dessen tatsächlicher Umsetzung auf. Zwar hat eine Mehrheit der Versicherer bereits Möglichkeiten zur Schadenmeldung über digitale Kanäle geschaffen. Doch obwohl jeweils mehr als 75 Prozent der befragten Unternehmen der automatischen Schadenprüfung, automatischen materiellen Deckungsprüfung (bei Frequenzschäden) und der automatischen Prüfung von Gutachten sowie Rechnungen für die Zukunft eine hohe Relevanz beimessen, ist eine baldige Umsetzung in vielen Fällen ungewiss.

Interne Diskussionen über digitale Automatisierung

Tatsächlich wird bei 69 Prozent der befragten Unternehmen derzeit noch intern diskutiert, ob und wie Gutachten und Rechnungen überhaupt digital und automatisch geprüft werden können. Bei der Deckungsprüfung diskutiert knapp die Hälfte der Unternehmen eine Umsetzung. Mehr als ein Drittel halten sie zum jetzigen Zeitpunkt für unnötig – obwohl sie ihr mehrheitlich für die Zukunft eine hohe Relevanz beimessen.

Immerhin ein Drittel der befragten Unternehmen hat unterdessen bei der Betrugsprüfung bereits Schritte zur digitalen Automatisierung umgesetzt oder setzt sie gerade um.

Viele Versicherer sehen sich hinter dem Wettbewerb

Die Studienteilnehmer haben nach eigenen Angaben einen guten Marktüberblick hinsichtlich be- und vertrieblicher Digitalisierungsthemen. Dennoch sieht sich eine Mehrheit von ihnen in der Umsetzung hinter dem Wettbewerb. Gerade kleinere Versicherer haben diese Einschätzung. Ihre Selbsteinschätzung in vertrieblichen und betrieblichen Digitalisierungsthemen liegt rund ein Viertel unterhalb jener von größeren Versicherern. Bis 2020 streben sie dafür deutliche größere Umsetzungsschritte als der Marktdurchschnitt an.

An der Studie haben 17 Versicherer teilgenommen. Gemeinsam decken sie laut EY Innovalue einen Martktanteil von 24 Prozent in der Schaden-/Unfallversicherung und 32 Prozent in der Kfz-Versicherung ab. (kb)

Foto: Shutterstock

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