26. Juni 2017, 10:56
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Proteste gegen die Bürgerversicherung

Mehr als tausend Versicherungsangestellte haben vor dem Beginn des außerordentlichen SPD-Bundesparteitages vor der Dortmunder Westfalenhalle gegen die Pläne der SPD zur Einführung einer “Bürgerversicherung” demonstriert.

IMG 6773 in Proteste gegen die Bürgerversicherung

Unter den Demonstranten waren viele Betriebsräte und Gewerkschafter.

Nach dem SPD-Wahlprogramm soll eine gesetzliche Krankenversicherung für alle eingeführt werden. “Das macht aber überhaupt keinen Sinn, denn die medizinische Versorgung jedes Einzelnen wird auf einen bestimmten Basisschutz beschränkt”, kritisierte Peter Abend, Sprecher der Betriebsratsinitiative “Bürgerversicherung? Nein danke!” und Betriebsratsmitglied der Gothaer Versicherung. “Je nach Kassenlage reduziert sich der Versicherungsschutz. Es ist also völlig klar, dass dieses Modell zu einer Zweiklassenmedizin führt, denn nur die Vermögenden werden sich einen besseren Versicherungsschutz leisten können.”

Arbeitsplätze in Gefahr

“Der Preis für dieses waghalsige Experiment sind nicht nur 75.000 Arbeitsplätze in der Versicherungsbranche, sondern auch hunderttausende weitere Arbeitsplätze vor allem in der Gesundheitsbranche“, so Abend.

Der Betriebsratsinitiative gehören nach eigenen Angaben über 1.000 Betriebsräte aus Unternehmen der privaten Krankenversicherungen an. Ihr Ziel ist es, das duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu erhalten. (kb)

Foto: Betriebsratsinitiative „Bürgerversicherung? Nein danke!“

2 Kommentare

  1. Bürgerversicherung Nr. 9 – Nein Danke –
    Warum sich immer mehr Menschen von der gesetzlichen Krankenkasse abwenden wollen und die Bürgerversicherung auf Ablehnung trifft.
    sollte die Beitragsbemesseungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung durch die Einführung der Bürgerversicherung wegfallen,:

    – wäre der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse nach oben unbegrenzt

    – müssten Rentner einen erheblich höheren Beitrag bezahlen (Wegfall der Krankenversicheung der Rentner)

    – die Mieter mit erheblichen Mieterhöhungen rechnen, da die Mieteinkünfte dann auch bei der Betragsberechnung in der Krankenversicherung des Vermieters berücksichtigt werden (ohne Höchstgrenze). Der Vermieter würde dann natürlich diesen Zusatzaufwand an den Mieter umlegen.

    http://blog.forum-55plus.de/index.php/2017/07/15/buergerversicherung-nr-9-nein-danke/

    Kommentar von Hiffmann Werner — 15. Juli 2017 @ 11:30

  2. Gießkannenprinzip! Das kann nicht funktionieren. Jeder Mensch, jede Familie hat ein eigens Lebenswegmodell, ganz unterschiedliche Ausgangslagen und ganz individuelle Wünsche. Nur eine solide Beratung, am besten Generationsübergreifend, stellt sicher dass die besten Lösungen realisiert werden

    Kommentar von Heinz Gascho — 26. Juni 2017 @ 11:54

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