Trotz Digitalisierung: Persönliche Beratung bevorzugt

Drei Viertel der Menschen in Deutschland gehen davon aus, dass die Versicherungsbranche ihre Kundenkommunikation infolge der Digitalisierung stark verändern wird. Trotzdem ist nur jeder Zehnte an einer Online-Beratung interessiert, die Mehrheit möchte weiterhin persönlich beraten werden.

Gothaer Studie zur Digitalisierung der Versicherungsbranche
Die Gothaer hat eine neue Studie zur Digitalisierung der Versicherungsbranche vorgelegt.

Das hat eine Umfrage ergeben, die Frankfurt Business Media gemeinsam mit Forsa im Auftrag der Gothaer Versicherung durchgeführt hat. Im Vergleich zur letzten Studie von Anfang 2016 ist dieser Anteil sogar von 71 auf 81 Prozent gestiegen.

Persönliche Beratung ist vor allem bei Kranken- und Lebensversicherungen sowie der Altersvorsorge gefragt. Bei Krankenzusatz- und Sachversicherungen sind mehr Befragte bereit, sich online oder telefonisch beraten zu lassen und Verträge über diese Kanäle abzuschließen.

Neuer Marktchancen durch Cyber-Policen

In der Kommunikation mit ihrem Versicherer wollen die meisten Kunden mehrere Kanäle nutzen. 86 Prozent wünschen sich diese Art der Kommunikation als Folge der Digitalisierung. 79 Prozent wünschen sich zusätzliche Hilfsangebote wie Assistance-Leistungen, 57 Prozent setzen auf eine digitale Schadenabwicklung.

„Durch die Kommunikation über verschiedene Kanäle können wir neue Zielgruppen erreichen“, sagte der Gothaer Vorstandsvorsitzende Dr. Karsten Eichmann. „Viele Menschen sind an digitalen Assistance-Angeboten und digitaler Schadensabwicklung interessiert, auch die Cyber-Versicherung eröffnet den Versicherungsunternehmen ganz neue Marktchancen.“ (kb)

Foto: Gothaer

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