16. August 2018, 11:32
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Allianz Deutschland zieht Halbjahresbilanz: Es läuft rund

Allianz Deutschland konnte im ersten Halbjahr 2018 um 5,3 Prozent zulegen. Der Umsatz kletterte von 18,2 auf 19,2 Milliarden Euro. Während die Lebens- und Krankenversicherung das operative Ergebnis ausbauen konnten, trüben die Unwetter aus dem Frühjahr 2018 das Ergebnis in der Sachversicherung.

 

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Es läuft rund bei Deutschland Nr. 1 in der Versicherung. Kummer bereiten den Branchenprimus die hohen Schadenaufwendungen aufgrund der Unwettter im Frühjahr.

 

392 Millionen Euro für Unwetterschäden

Die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung nahmen um 4,3 Prozent auf 6,5 (6,3) Milliarden Euro zu. Verantwortlich hierfür ist das gut laufende Geschäft in der Autoversicherung. Dazu zählt nach Allianz-Angaben auch das Firmengeschäft sowie der Direktversicherer AllSecur. Zusätzlich gestärkt wird die Kfz-Versicherung durch die anstehende 51-prozentige Beteiligung der Allianz Versicherungs-AG an der ADAC Autoversicherung AG, die über einen Bestand von 650.000 Policen verfügt.

„Die Partnerschaft mit Deutschlands größtem Automobilclub zahlt ebenfalls auf unsere Wachstumsstrategie ein, dadurch können wir unsere Marktposition in der Autoversicherung weiter ausbauen“, sagt Klaus-Peter Röhler, Vorstandsvorsitzender von Allianz Deutschland. Nach der äußerst erfolgreichen Abwerberunde im Herbst 2017 sehe man inzwischen auch unterjährig sehr deutliche Steigerungsraten im Neugeschäft der Autoversicherung, so Röhler.

Deutliches Plus in der Kfz-Versicherung

Zwar wächst die Sachversicherung über Marktdurchschnitt, allerdings trüben die Unwetterereignisse, vor allem zu Jahresbeginn, die Bilanz. So lag die Elementarschadenbilanz in der Sachversicherung in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Ihren betroffenen Kunden zahlt die Allianz für Elementarschäden voraussichtlich insgesamt 392 Millionen Euro aus. Das sind 173 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Schaden-Kostenquote, also das Verhältnis von Schäden und Kosten zu Beitragseinnahmen, stieg auf 97,6 (94,2) Prozent.

Digital und flexibel – die neue Zukunftsvorsorge “Fourmore”

In der Lebensversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 7,6 Prozent auf 10,9 (10,1) Milliarden Euro an. Ebenso legten die Neubeiträge mit einem Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Weit überwiegend entschieden sich laut Unternehmensangaben die Kunden mittlerweile für Vorsorgekonzepte mit neuen Garantien. Mitte 2018 kamen 93 Prozent des Privatkunden-Neugeschäfts aus Altersvorsorgeprodukten mit neuen Garantien und Risikoprodukten. In der betrieblichen Altersversorgung machen diese Produkte inzwischen 86 Prozent des Neugeschäfts aus.

Im Juli 2018 hat die Allianz Leben mit Fourmore ein neues Angebot zur Zukunftsvorsorge auf den Markt gebracht. Dabei liegt der Fokus auf jüngeren Kunden, die sich voll digitale und maximal flexible Lösungen wünschen. Die Kunden können bei Fourmore einzahlen, wann und wieviel sie wollen, und sich jederzeit auszahlen lassen, was sie wollen.

„Dieses hohe Maß an Flexibilität des Angebots, seine digitale Transparenz und die einfachen Prozesse zusammen mit den Kernkompetenzen Sicherheit und Renditechancen von Allianz Leben sind für uns und unsere Kunden radikal neu. Damit wollen wir Menschen für die Zukunftsvorsorge gewinnen, die wir heute noch nicht systematisch erreichen“, sagt Röhler. Die digitale Plattform, die das Unternehmen für das Zukunftsprodukt geschaffen habe, soll für weitere Produkte genutzt und auch für andere Allianz Gesellschaften in Europa eingesetzt werden.

Zuvor hatte die Allianz Leben bereits im März eine neue digitale Lösung für die betriebliche Altersvorsorge gestartet. FirmenOnline soll laut Unternehmensangaben die Prozesse für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer grundlegend vereinfachen. Insgesamt hat die Allianz im der bAV mittlerweile rund 4,4 Millionen Kunden.

Seite 2: Krankenversicherung verbucht Zuwächse

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