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9. März 2018, 10:22
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Arbeitskraftabsicherung: Produkte verfehlen Kundenbedürfnisse

Der Markt für Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) andere Produkte zur Absicherung der Arbeitskraft stagniert seit Jahren. Wie die Absicherungsquote gesteigert werden kann, war aktuell Thema der ersten Fachkonferenz “Zukunftsmarkt Arbeitskraftabsicherung”.

Arbeitskraftabsicherung: Produkte verfehlen Kundenbedürfnisse

Aktuell besitzt nur ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Auf der, von den Versicherungsforen Leipzig am 06. und 07. März 2018 ausgerichteten Fachkonferenz wurden vornehmlich die Herausforderungen in der Arbeitskraftabsicherung beleuchtet und neue Produktansätze sowie Optimierungspotenziale diskutiert.

Den Versicherungsforen zufolge basieren Arbeitskraftabsicherungs-Produkte aktuell meist auf dem Status quo des Marktes, anstatt auf den Bedürfnissen der Kunden. Daher gelte es für die Versicherer, die Bedürfnisse der einzelnen Kundengruppen zu evaluieren.

Negative Konnotationen von Versicherungen allgemein und speziell des Themas Berufsunfähigkeit führen dazu, dass Kunden sich kaum damit beschäftigen. Das führe häufig dazu, dass Kunden kein Bedürfnis nach einer Absicherung verspüren, obwohl Bedarf besteht.

Komplexität schreckt Vertrieb ab

Darüber hinaus gebe es weitere Kritikpunkte wie hohe Kosten, Intransparenz und Ausschlüsse in den Köpfen der Kunden, und auch der Vertrieb habe oftmals Vorbehalte.

Aspekte wie die Komplexität von Arbeitssicherungsprodukten und schwierige Antrags- und Leistungsprüfungen stellen Hürden für den Versicherungsvertrieb dar. Weiterhin könne im schlimmsten Fall die Beratungshaftung geltend gemacht werden, was zusätzlich abschrecke.

Die Rückversicherer Deutsche Rück und Munich Re sowie die Basler Versicherungen und der Sijox (Signal Iduna Gruppe) stellten auf der Fachkonferenz konkrete Produkte und Produktkonzepte vor.

Zahlreiche Ideen für Produkte

Dabei reichen die Ideen von Services für die Kunden zusätzlich zum Berufsunfähigkeitsprodukt über erschwinglichere, abgespeckte Produkte bis hin zu BU-Produkten, bei denen die Beiträge durch eine gesunde Lebensweise gemindert werden können.

Mit letzterem Ansatz versuche beispielsweise Sijox, die junge Marke der Signal Iduna Gruppe, ihr BU-Produkt Applife attraktiv für die Kunden zu machen: Mittels Schrittzähler-App und entsprechender Nutzung können sich Kunden über 40 Prozent der Beiträge zurückholen.

Darüber hinaus sei bei dieser laufzeitbegrenzten BU-Versicherung nach fünf Jahren der Übergang in ein Anschlussprodukt von Signal Iduna ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich.

Seite zwei: Erwerbsminderungsrente stärken

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4 Kommentare

  1. Verfehlt unsere Politik nicht auch viele Bedürfnisse der Bevölkerung? Der Fisch fängt meist am Kopf an zu stinken, sagt eine Volksweisheit.

    Kommentar von Frank Dietrich — 12. März 2018 @ 09:04

  2. nochmals ein Kommentar zu Herrn Kemnitz. Es gibt keine BU Alternative! Die Inhalte dieser Absicherung sind teilweise aus dem Berufsunfähigkeitsversicherung einfach nur rauskopiert worden, enthalten aber noch mehr unklare Bestimmung, Fußangeln und Hintertürchen.

    Kommentar von Frank Dietrich — 9. März 2018 @ 14:25

  3. die BU ist nur für den ein Problem, der sie nicht regelmäßig „anfasst“. Da sichfast alle Berufsgruppen spezialisieren, sollte man dieses auch machen. Dass die Produkte zum Teil am Bedarf vorbeigehen, liegt daran, dass nicht qualitätsrelevant ist, sondern der billige Anreiz zum Kauf einer Absicherung über den Preis. Sehr oft musste ich von Anbietern aber auch von den Verbraucherschützern hören, dass ich glücklicherweise nicht relevant bin, denn ich vertrete die Qualität. Eine sehr erschreckende Aussage.

    Kommentar von Frank Dietrich — 9. März 2018 @ 14:24

  4. Die sogenannten BU-Alternativen mögen vielleicht aus Sicht der Versicherungsbranche keine Notlösung darstellen. Aber werden es die Betroffenen, die berufsunfähig geworden sind und trotz jahrelanger Beitragszahlungen keine Leistungen aus ihrer „Alternative“ erhalten, genauso sehen?

    Kommentar von Gerd Kemnitz — 9. März 2018 @ 11:09

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