1. März 2018, 12:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BVK: “Verhältnismäßigkeit muss auf allen Ebenen gewahrt bleiben”

In einer aktuellen Stellungnahme äußert sich der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) zum Vermittler-Rundschreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). 

BVK: Verhältnismäßigkeit muss auf allen Ebenen gewahrt bleiben

Der BVK lehnt Pläne, die Aufsicht über Finanzanlagenvermittler an die Bafin zu übertragen ab.

In seiner Stellungnahme begrüßt der BVK ausdrücklich, dass kein Vergütungsmodell im Bereich der Lebensversicherung formuliert werde.

“Denn Vorgaben der Bafin oder des Gesetzgebers, in welcher Höhe Versicherungsvermittler vergütet werden, würden nach unserer Auffassung einen unverhältnismäßigen ordnungspolitischen Eingriff in die unternehmerische Freiheit der Versicherungsvermittler bedeuten”, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz.

Bezüglich der Stabilisierung der Lebensversicherungen rege der BVK stattdessen an, bei den Verwaltungskosten der Versicherungsunternehmen anzusetzen.

BVK bevorzugt bisherige Aufsichtslösung

Außerdem solle bei allen Überlegungen der Bafin ein gerechter Interessenausgleich zwischen dem BVK und den Unternehmen gewährleistet werden.

Nach seiner Ansicht dürfe keine weitere Risiko- und Kostenverlagerung von Versicherungsunternehmen hin zu Versicherungsvermittlern geschehen. Das Verhältnismäßigkeitsprinzip müsse dabei auf allen Ebenen gewahrt bleiben.

Durch den BVK favorisiert werde die seit 2007 bestehende Aufsichtslösung durch die Industrie- und Handelskammern. “In diesem Zusammenhang lehnen wir die im Koalitionsvertrag formulierte Forderung, die Bafin soll die Aufsicht über Finanzanlagenvermittler übertragen bekommen ab”, sagt Heinz.

Stattdessen werde eine ausdrückliche, bundeseinheitliche Zuständigkeitslösung zugunsten der IHK-Organisation gefordert. (bm)

Foto: © Kai Hartmann Photography / BaFin

 

Mehr Beiträge zum Thema IDD:

AfW reagiert auf IDD-Verschiebung

Stuttgarter bietet Hilfe in Sachen IDD

“Mehr Transparenz wird es nicht geben”

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Strategien aus der Zinsfalle: So wird die Lebensversicherung zum alternativen Investment

Das Zinstief entlastet den Staat und enteignet deutsche Sparer. Die setzen weiter trotz Niedrigzinsen auf sichere Anlagen wie Sparbuch, Festgeld und Co. und verlieren mit zunehmender Inflation jährlich Milliarden. Ein Gastbeitrag von Efstratios Bezas , stellvertretender Leiter Vertrieb bei Policen Direkt.

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Verfehlte Wohnungspolitik lässt Zahlen sinken

Einmal mehr sind nach Erhebung des Statistischen Bundesamts die Zahlen für Baugenehmigungen in Deutschland erneut gesunken. Eine dramatische Entwicklung meint der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

mehr ...

Investmentfonds

Wo geht die Reise für Unternehmensanleihen hin?

In den vergangenen vier Monaten verzeichneten Unternehmensanleihen aus dem Investment Grade-Segment weltweit erfreuliche Zuwächse. Hintergrund hierfür war hauptsächlich die geldpolitische Wende der US-Notenbank Fed. Das fundamentale Umfeld sollte weiter für Unterstützung sorgen. Ein Gastbeitrag von Marc Herres, Union Investment

mehr ...

Berater

Vertrauen? Fehlanzeige: Was Verbraucher wollen

Sinn- und zweckorientierte Verbraucher sind skeptisch, was Datenschutz, Lebensmitteletikettierung und ethische Verantwortlichkeit von Marken betrifft – ein mit 1 Billion US-Dollar beziffertes Risiko für Unternehmen, die Reputation, Markenvertrauen und inhärenter Transparenz keine Priorität einräumen. Warum sich mehr als die Hälfte der Befragten lieber auf die Meinung von Freunden, Kollegen und Gleichgesinnten verlässt. 

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Bundesrat sagt ja zu E-Scootern 
- Das müssen Sie beachten

E-Scooter liegen voll im Trend. Neben den USA haben viele europäische Länder die elektrischen Tretroller bereits zugelassen. Nun zieht Deutschland nach. Am 3. April dieses Jahres hatte das Bundeskabinett die Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor beschlossen. Heute folgte der Bundesrat. Arag Rechtsexperte und Rechtsanwalt Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf man als Fahrer zu achten hat.

mehr ...