Warum die Riester-Rente nicht läuft

Die Große Koalition sollte sich endlich auf ihre Vereinbarungen besinnen – Wo bleiben Vorschläge für eine Neubelebung der privaten Vorsorge? Riester braucht eine neue Story.

Die Weirich-Kolumne

Dieter Weirich: „Die Unionsparteien und die FDP wollen nicht länger hinnehmen dass Riester seit langem auf der Reste-Rampe liegt.“

Die Bundesregierung hat jüngst wenig überraschende Zahlen zur Riester-Rente vorgelegt. Demnach ist die Zahl der Verträge im ersten Quartal des Jahres von 16,53 auf 16,58 Millionen Policen angestiegen.

Ganze 80 Prozent davon werden bespart, rund elf Millionen davon sind Versicherungsverträge. Investmentfonds-Kontrakte wurden 3,2 Millionen mal registriert, Wohn-Riester beanspruchten 1,7 Millionen, auf Banksparverträge setzten 715.000 Kunden.

Fragesteller werden vertröstet

Zahlen, die zeigen, dass Riester stagniert. Gleichzeitig ließ die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) wissen, dass für die Abwicklung der Riester-Rente 2016 rund 143 Millionen Euro aufgewendet worden sind.

Auf Berechnungen, wieviel Bürokratiekosten bei der über 1.500 Beschäftigte umfassenden ZfA jährlich entstehen, wollte sich die Bundesregierung nicht einlassen.

Die Fragesteller der Freien Demokraten im Bundestag wurden aber mit einem trostreichen Hinweis versehen: „Der Nutzen der steuerlichen Förderung für den Aufbau einer kapitalgedeckten Zusatzrente überwiegt deutlich den mit dem Förderverfahren verbundenen Aufwand.“

Seite zwei: Auf der Reste-Rampe

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