27. November 2018, 13:05
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Drei Gründe, warum Arbeitnehmer nicht in die Betriebsrente investieren

Die Betriebsrente wurde Anfang des Jahres reformiert. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt: Arbeitnehmer wären bereit, mehr in die betriebliche Altersversorgung zu investieren. Es gibt jedoch Hemmnisse

Betriebsrente in Drei Gründe, warum Arbeitnehmer nicht in die Betriebsrente investieren

Die Betriebsrente hat bei Arbeitnehmern nach wie vor einen schweren Stand.

Zu geringes Einkommen und zu viel Bürokratie: Diese beiden Faktoren halten Arbeitnehmer davon ab, eigene Beiträge in Betriebsrenten zu investieren. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon. Befragt wurden rund 1.000 Arbeitnehmer aus Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten.

Durchdringung ausbaufähig

Bisher leisten 65 Prozent der Männer Eigenbeiträge, bei Frauen sind es sogar nur 46 Prozent. Der wichtigste Grund, nicht zu investieren: “Mein Einkommen reicht nicht aus”. Besonders häufig wird er von Geringverdienern, Teilzeitbeschäftigten sowie Mitarbeitern aus Handel und Logistik genannt. Mit 26,9 Prozent trifft dies im Übrigen doppelt so häufig auf Frauen wie auf Männer (13,6 Prozent) zu.

Komplexität schreckt ab

Gleich dahinter folgt aber ein Faktor, der nichts mit dem Einkommen zu tun hat. Für 16,3 Prozent der Frauen und 11,5 Prozent der Männer ist das Thema betriebliche Altersversorgung schlicht zu kompliziert. Obwohl sie prinzipiell bereit wären, eigene Beiträge zur Betriebsrente zu leisten.

Seite zwei: Gründe für die mangelnde Abschlussbereitschaft auf einen Blick

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5 Kommentare

  1. Mit ein Hauptgrund der Arbeitnehmer ist auch:
    – die Unwissenheit der Arbeitgeber
    – insbesondere auch die Tatsache, dass die Personalabteilungen sich nicht auskennen und teilweise die Personalabteilung es als „Mehrbelastung“ ansieht, darüber zu informieren.
    Besonders die Unwissenheit, was bei Personalveränderungen oder individuellen Änderungen beim einzelnen Mitarbeiter zu beachten ist, macht es oft den Personalabteilungen schwer.

    Hilfreich ist hier der
    http://www.bAV-Leitfaden.de

    Hier werden nicht nur die einzelnen Workflow-Prozesse erklärt, sondern auch die Änderungen, die es durch das BRSG gab.

    Personalabteilungen müssen sich hier als Dienstleister verstehen und erkennen, dass die bAV ein Mittel bei der Personalbindung und Personalfindung ist.

    Kommentar von Werner Hoffmann Autor — 10. März 2019 @ 23:10

  2. @Arne Hinz, diese Pauschalaussagen und das Halbwissen ist wenig hilfreich.

    Fakt ist, ohne AG-Beteiligung, sprich bei reiner Entgeltumwandlung, ist eine bAV meistens nicht die beste Variante AV zu betreiben!

    Fakt ist auch, das durch Bruttolohnverzicht je nach Einkommen Anteile an die Sozialkassen verringert werden. Wenn ich aber, mit einem guten bAV-Konzept, inkl. Zuschüsse eine Betriebsrente von 600€ z.B. Generiere und mir dafür im Gegenzug 100€ GRV-Rente fehlen, habe ich wieviel „gewonnen“ ? Richtig, 500€, ziehe ich davon noch Steuer und SV ab bleiben 300€ Zusatz-Rente! Das sagt aber noch nichts aus ob es lohnenswert war, lässt sich nämlich nur „bewerten“ wenn man weiss wieviel Jemand in Summe Netto X in Laufzeit Y eingezahlt hat!

    Nutzt man Entgeltbausteine und AG-Zuschüsse dann sind Brutto-Sparbeiträge von 268€ möglich, wofür der Arbeitnehmer aber selbst effektiv nur ca. 25€ Netto – je nach Ausgestaltung, Einkommen und vorallem Steuerklasse – aufwenden muss!

    Bei 1.900€ Brutto, StKl 5 verbleiben ca. 1.180€ netto —> nutzt die Frau (sind ja zu 95% Frauen in Kl 5) das Konzept inkl. BRSG und NLO, spart sie monatlich eben die 268€ „Brutto“ —> angenommen sie ist 42 hat somit noch 25 Jahre bis GRV —> 268€ x 12 x 25 = 80.400€ Garantierte Abfindung (ohne Rendite)!

    Selbst eingezahlt in dem Fall aber nur 19,91€ —> 19,91€ x 12 x 25 = 5.973€ !

    Also, 6.000€ zahlen aber 80.000€ Kriegen (von mir aus noch 20.000€ weg für Steuer und KV) ist nicht so schlecht, oder?

    Kommentar von Boris — 28. Februar 2019 @ 13:45

  3. Würden Chefs eine betriebliche LebensFinanzPlanung anbieten, würde das bAV Thema wesentlich intensiver genutzt und CSR und Fachkräftesicherung/Gewinnung ermöglichen.
    https://www.youtube.com/watch?v=YLy0akJchXI

    Kommentar von Frank L. Braun — 30. November 2018 @ 09:46

  4. Wenn ich von meinem Gehalt in eine Gehaltsumwandlung investiere, aber mein Brutto dadurch geschmälert wird,schmäler ich meine Gedanken Rente. Ich gewinne nichts. Nur Arbeitgeber und Versicherung. Wie immer.

    Kommentar von Arne Hinz — 28. November 2018 @ 21:03

  5. Solange die Betriebliche Altersvorsorge auf Versicherungen mit hohen kosten und geringen Renditen aufgebaut ist, macht es für Arbeitnehmer keinen Sinn. Dieses gilt umso mehr, wenn das Kapital später als Rente genommen werden muss.

    Kommentar von Helmut Koppermann — 27. November 2018 @ 18:29

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