18. Dezember 2018, 14:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kfz-Branche: “Die Dimension der Veränderung verstehen”

Cash.: KPMG sieht drei große Veränderungstreiber auf die Kfz-Versicherer zukommen: die On-Demand-Mobilitätsangebote, die autonome Fahrzeugtechnik und eine Verlagerung der Haftung hin zu den Automobilherstellern. In welche Richtung werden sich die Kfz-Versicherungskonzepte entwickeln?

Schulze Lammers: Die Zukunft der Mobilität wird von den großen Trends wie Konnektivität, autonomes Fahren, Sharing-Economy, aber auch Elektrifizierung bestimmt.

Diese Entwicklung wird die Mobilität – wie wir sie heute kennen – massiv verändern. Ich glaube aber, dass wir gerade erst beginnen, die eigentliche Dimension der Veränderung zu verstehen.

Denn was heißt es für unsere Städte, wenn Parkflächen nicht mehr nötig sind? Was bedeutet es für die ländlichen Gegenden, wenn Mobilität viel einfacher zur Verfügung steht und auch Menschen, die heute de facto von individueller Mobilität abgeschnitten sind, sich wieder selbstbestimmt fortbewegen können?

Diese Veränderungen werden auch Auswirkungen auf Versicherungsleistungen haben. Die klassische, fahrzeugbezogene Absicherung mit einer Kombination aus Kfz- Haftpflicht- und Kaskoversicherung wird vermutlich eher an Bedeutung verlieren.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ich eine Haftpflichtversicherung für ein Fahrzeug abschließe, das ich selbst gar nicht mehr beeinflussen kann, weil es kein Lenkrad mehr hat und das nachts selbstständig zur Wartung fährt.

Und wenn ich das Fahrzeug nicht mehr kaufe, sondern nur noch einzelne Fahrten buche, fällt auch die Kasko-Absicherung weg. Die Absicherung solcher Risiken wird sich vermutlich zu industriellen Angeboten verlagern.

Diese Entwicklungen gehen aber nicht von heute auf morgen und insbesondere die nähere Zukunft wird eher durch das Nebeneinander unter- schiedlicher Ansätze und Modelle geprägt sein.

Seite drei: “Cyber-Risiken gewinnen an Relevanz”

Weiter lesen: 1 2 3 4 5 6

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Finaler Schlag: Allianz setzt sich endgültig gegen die Verbraucherzentrale Hamburg durch

Der Versicherer Allianz hat einen jahrelangen Rechtsstreit gegen die Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg endgültig gewonnen. Es ging um die Frage, ob die Onlinewerbung für die Rentenversicherung „Indexselect“ irreführend ist. Die gerichtliche Auseinandersetzung sei beendet, bestätigten Vertreter beider Seiten auf Anfrage von boerse-online.de, dem Online-Portal des Münchener Finanzen Verlages.

mehr ...

Immobilien

Berlin – Büroentwicklungen jenseits der Komfortzone

Am 18. März wurden auf dem Start-up-Portal gründerszene.de gleich zwei Nachrichten veröffentlicht, die aufhorchen lassen. Was dies mit der Wohnsituation zu tun hat. Ein Kommentar von Joshua Abadayev, Geschäftsführer Atrium Development Group.

mehr ...

Investmentfonds

China: Wirtschaft wächst langsamer, Aktienauswahl ist Trumpf

Das Wirtschaftswachstum in China ist im zweiten Quartal 2019 auf 6,2 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit beinahe dreißig Jahren. Die Regierung versucht, mit zahlreichen stimulierenden Maßnahmen einer weiteren Abschwächung zuvorzukommen – insbesondere angesichts des Handelskonflikts mit den USA. Aber auch in diesem schwierigen Umfeld bieten sich am chinesischen Aktienmarkt einige interessante Anlagechancen.

mehr ...

Berater

Potenzial für Car-Sharing noch nicht ausgeschöpft

Aktuell nutzt fast ein Viertel der Großstädter aktiv Sharing-Angebote für die individuelle Mobilität: 24,6 Prozent von Ihnen gaben in einer aktuellen Befragung von BDO an, in der vergangenen Woche auf entsprechende Autos (13,1 %), Fahrräder (9,9 %) und E-Roller (9,9 %) zurückgegriffen zu haben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundesregierung plant Verbot von Blind-Pool-Vermögensanlagen

Das Finanz- und das Justiz-/Verbraucherschutzministerium haben ein „Maßnahmenpaket“ vorgestellt, mit dem Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz weiter eingeschränkt und zum großen Teil verboten werden sollen.

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...