9. August 2018, 06:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kostenfaktor Tierarzt: Hundebesitzer fürchten finanzielle Schwierigkeiten

Es gibt rund 11,6 Millionen Hunde in Deutschland’s Haushalten. Damit zählen die Vierbeiner, nach den Katzen, zu den beliebtesten Haustieren. Und ihre Besitzer werden immer spendabler: Geht man von der durchschnittlichen Lebenserwartung für Hunde von zwölf Jahren aus, ist mit Gesamtkosten von 12.000 bis 17.000 Euro zu rechnen. Richtig teuer wird es, wenn die Tiere zum Arzt müssen. Was die Deutschen im Schnitt zahlen, hat die Gothaer im Rahmen einer repräsentativen Forsa-Studie nun ermitteln lassen.

 

Shutterstock 97664525 in Kostenfaktor Tierarzt: Hundebesitzer fürchten finanzielle Schwierigkeiten

42 Prozent aller Hundebesitzer mussten ihren Vierbeiner bereits einmal operieren lassen. Die dabei anfallenden Kosten sind nicht unerheblich. Wie hoch, zeigt die Forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer.

Tatsächlich musste 42 Prozent aller Hundebesitzer in Deutschland ihren Hund schon einmal operieren lassen, wie die Studie ergeben hat. Bei 48 Prozent der befragten Hundehalter lagen die OP-Kosten bei über 500 Euro. Sechs Prozent mussten sogar mehr als 2.000 Euro für die Operation ihres Hundes zahlen.

Solche Kosten müssen Hundehalter meist aus eigener Tasche tragen, denn die überwiegende Mehrheit (83 Prozent) hat keine Krankenversicherung für ihr Tier abgeschlossen. Dabei machen sich gleichzeitig 78 Prozent der in der Studie befragten Personen Gedanken, wie sie im Ernstfall höhere Tierarztkosten bezahlen sollen. Jeder Vierte fürchtet sogar, in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu können, falls eine aufwändigere Operation nötig werden sollte.

Viele Hundebesitzer wollen Risiko selbst tragen

Während eine Haftpflichtversicherung für Hundehalter Normalität und in einer Reihe von Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, schließen viele Tierhalter in Deutschland keine Tierkrankenversicherung ab. Sie sehen bei ihrem Tier keine Risiken (24 Prozent) oder wollen die Kosten für den Tierarzt lieber selbst tragen (43 Prozent).

In vielen anderen Ländern ist der Abschluss einer Tierkrankenversicherung hingegen deutlich weiter verbreitet. „In Schweden, quasi das Pionierland der Tierversicherungen, haben 50 Prozent der Hundehalter eine Krankenversicherung für ihren Liebling abgeschlossen“, erklärt Konrad Göbel, Produktmanager für Tierkrankenversicherung bei der Gothaer.

Zwei bis drei Tierarztbesuche kosten pro Jahr von 100 bis 500 Euro

Dabei gehören regelmäßige Besuche beim Tierarzt auch für deutsche Hundebesitzer zur Tagesordnung, wie die Gothaer Studie weiter ergab: Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Hundebesitzer gehen zwei bis drei Mal pro Jahr mit ihrem Tier zum Veterinärmediziner, 17 Prozent sogar mehr als dreimal pro Jahr.

Lediglich zwei Prozent gaben an, nie einen Tierarzt zu besuchen. Dabei fallen für die Mehrheit der Hundebesitzer (55 Prozent) Kosten zwischen 100 und 500 Euro pro Jahr an. „Der Aufwand für eine Operation kann aber deutlich höher sein. In Einzelfällen ist durchaus mit Kosten in Höhe von 4.000 bis 5.000 Euro zu rechnen“, erklärt Göbel. (dr)

 

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. hochinteressant – – – merci merci

    Kommentar von holger hochstein — 14. September 2018 @ 13:07

Ihre Meinung



 

Versicherungen

bAV-Reform: Garantieverzicht – die einzige Möglichkeit auf realen Zugewinn

Das Niedrigzinsniveau dürfte durch die Coronakrise und die Geldpolitik der EZB für das gesamte Jahrzehnt zementiert sein. Vor dem Hintergrund wird auch für die betriebliche Altersvorsorgung die Möglichkeit eines vollständigen Garantieverzichts diskutiert. Wie eine bAV-Reform aussehen müsste. Von Dr. Friedemann Lucius, Vorstandsvorsitzender des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS).

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen startet mit Bloxxter erste Token-Emission

Das Hamburger Start-Up Bloxxter kündigt den Start seines ersten Projekts „Städtisches Kaufhaus und Reclam-Carrée Leipzig“ an. Die Emission hat ein beachtliches Volumen und erfolgt rein digital, soll aber auch freie Finanzvermittler einbinden. Dahinter steht ein bekanntes Gesicht in der Sachwertbranche.

mehr ...

Investmentfonds

Zweite Welle, zweite Chance: Kaufgelegenheiten nutzen?

Eine Einschätzung der Aussichten für die Finanzmärkte vor dem Hintergund der Corona-Pandemie von Dr. Eckhard Schulte, Manager des MainSky Macro Allocation Fund und Vorstandsvorsitzender MainSky Asset Management. Warum sein Ausblick für die Aktienmärkte unverändert positiv ist.

mehr ...

Berater

Rekrutierung: “Am unternehmerischen Erfolg partizipieren”

Cash.-Interview mit Alexander Lehmann, Vorstand für Marketing und Vertrieb beim Maklerpool Fondskonzept, über erfolgreiche Methoden und Strategien bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erneuerbare Energien sind wichtiger Baustein beim Sustainable und Impact Investing

Der Trend zu nachhaltigen Kapitalanlagen ist ungebrochen. Immer mehr Produkte kommen auf den Markt, immer mehr Investoren beziehen bei ihren Anlageentscheidungen ESG-Kriterien mit ein. „Hier waren die Erneuerbaren Energien mit Vorreiter, weshalb wir über langjährige Erfahrung mit Sustainable und Impact Investing verfügen“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...