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26. April 2018, 08:15
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Länger leben – länger investieren

Wir leben immer länger. An diese wiederkehrende gute Nachricht haben wir uns inzwischen gewöhnt. Zuletzt konnte das statistische Bundesamt vermelden, dass durchschnittlich weitere zwei Monate dazu gekommen sind. Und noch erfreulicher: Die Zeit, die wir im Alter dazugewinnen, verbringen wir bei immer besserer Gesundheit.

Die Wald-Kolumne

Länger leben – länger investieren

“Obwohl es eigentlich so naheliegt, ist das Konzept eines modernen investmentbasierten Rentenbezugs noch relativ neu.”

Wer heute mit 67 in Rente geht, hat beste Chancen auf 20 bis 30 Jahre Ruhestand. Viele haben die großen Verpflichtungen des Lebens hinter sich, die Kinder sind aus dem Haus, das Haus häufig abbezahlt. Der Stress des Arbeitslebens weicht lange gehegten Plänen, aufgeschobenen Projekten oder einfach nur ganz viel Ruhe.

Wenn im Leben der Ruhestand beginnt, beginnt in der Lebensversicherung häufig die „Entsparphase“ – die Phase also, in der das zuvor angesparte und verzinste Kapital wieder ausgezahlt wird.

Manche haben den erwarteten Betrag fest verplant und lassen ihn sich sofort und in vollem Umfang auszahlen. Andere nutzen monatliche Auszahlungen zusätzlich zu ihrer gesetzlichen Rente.

Im Hintergrund, aufseiten der Versicherer also, wird das Kapital in der Regel ausschließlich in den sogenannten Deckungsstock umgeschichtet. Bis zur Auszahlung liegt es dort zwar sicher – aber ohne Chance auf Rendite.

Nach wie vor gilt: Früh anfangen!

Die heute 20-Jährigen haben gute Chancen über 90 Jahre alt zu werden. Wer in so jungen Jahren eine Rentenversicherung abschließt – was ideal ist, aber leider nicht die Regel – hat bis zur Rente mit 67 eine Ansparphase vor sich, die fast doppelt so lang ist, wie der zu erwartende Ruhestand.

Wer erst in den Vierzigern anfängt zu investieren – was spät ist, aber in den meisten Fällen immer noch sinnvoll – wird vielfach länger entsparen als ansparen. Die Möglichkeiten, sein Kapital signifikant zu mehren, sind dadurch natürlich eingeschränkt, besonders in Zeiten niedriger Zinsen.

Hinzu kommt: Das Ertragspotenzial, das das angesparte Kapital entfalten könnte, verpufft beim Umschichten in den Deckungsstock. Was läge da näher, als länger investiert zu bleiben?

Immer wichtiger: Länger investieren!

Obwohl es eigentlich so naheliegt, ist das Konzept eines modernen investmentbasierten Rentenbezugs noch relativ neu. Bisher haben nur eine Handvoll Anbieter derartige Produkte aufgelegt. Gerade weil das Konzept noch nicht sehr verbreitet ist, ist hier eine intensive, fundierte Kundenberatung besonders wichtig.

Bei solchen renditeorientierten, fondsgebundenen Tarifen wird das angesparte Kapital zu Rentenbeginn nicht vollständig in den Deckungsstock umgeschichtet. Stattdessen bleibt der Großteil des Vertragsvermögens weiterhin in Fonds investiert.

Es bleibt also länger produktiv, mit dem Ziel, die größtmögliche Gesamtrente zu erwirtschaften. Gleichzeitig trägt diese Variante dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen Rechnung, denen es wichtig ist, auf eine verlässliche Rente bauen zu können.

Seite zwei: Rentensteigerung durch Zuzahlungen

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