25. Januar 2018, 10:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neue Mütterrente bei Grünen-Wählern am beliebtesten

Der weitere Ausbau der Mütterrente, so wie er in den Sondierungsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD vereinbart worden ist, findet unter den Wählern von Bündnis 90/Die Grünen die größte Zustimmung. Das zeigt eine Umfrage, die im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) von Insa Consulere durchgeführt wurde.

98605411 in Neue Mütterrente bei Grünen-Wählern am beliebtesten

CSU-Chef Horst Seehofer, Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel und SPD-Parteichef Martin Schulz (v.l.) bei der Verkündung der Ergebnisse der Sondierungsgespräche in Berlin

63 Prozent der Grünen-Wähler befürworten demnach die Einführung eines dritten Rentenpunktes für vor 1992 geborene Kinder bei Frauen mit mindestens drei Kindern. Diese Verbesserung war durch die CSU in den Sondierungsverhandlungen durchgesetzt worden. Unter den CDU/CSU-Wählern stimmen mit 55 Prozent allerdings weniger Befragte für diesen Schritt als bei den Anhängern von Grünen und SPD (58 Prozent).

Größte Ablehnung bei FDP-Wählern

Insgesamt befürwortet ungefähr die Hälfte der Bürger (51 Prozent) die Erhöhung der Anrechnungszeiten für einen Teil der Mütter. Die geringste Zustimmung (43 Prozent) zu diesem Rentenprojekt der möglichen nächsten Großen Koalition und die mit Abstand größte Ablehnung (44 Prozent) ergab die Befragung unter den FDP-Wählern.

An der Umfrage nahmen 1.169 Personen ab 18 Jahren teil. (kb)

Foto: Picture Alliance

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

9 Kommentare

  1. Ungerechtigkeit!! Sind Mütter mit “nur” 1 oder 2 Kindern weniger wert. Was haben sich die Politiker nur dabei gedacht?

    Kommentar von Sigrid — 6. Februar 2018 @ 14:36

  2. Was für eine Ungerechtigkeit!Mir unbegreiflich, wie man solch einen Kompromiss eingehen kann. Entweder alle oder keiner. Mütter mit 1 oder 2 Kindern sind doch nicht weniger wert, da auch sie keine Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder hatten und ihre gut bezahlte Arbeitsstelle aufgeben musste, leider.

    Kommentar von Sigrid — 6. Februar 2018 @ 13:51

  3. Ich habe mit 2 Kindern unter erschwerten Umständen gearbeitet. die schwarz das Geld erarbeitet haben jammern Heute.Haben sich damals kaputt gelacht, warum auf Steuerkarte? Mit 25DM Kindergeld und Heute sind wir schon wieder Mütter 2. Klasse. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Mütter wehrt euch.

    Kommentar von Inge Breitmann — 5. Februar 2018 @ 19:45

  4. Wie kann jemand mit einem gesunden Menschenverstand so einen Beschluss absegnen . Habe drei Kinder, zwei vor 1992 geboren einen Sohn November 1992 . Alle drei wurden von mir ganztags betreut . Nun sieht es so aus das ich einen Sohn erst1992 zur Welt gebracht habe und obwohl drei Kinder nun leer ausgehe . Werde klagen gegen diese Entscheidung .—

    Kommentar von Erika holzner — 5. Februar 2018 @ 18:39

  5. Auch ich bin empört über diese Mogelpackung!!! Das verhöhnt die Mütter von 1-2 Kindern. So viele Fake News über angebliche Gleichstellung – unglaublich! So lange es nicht die Anrechnung von 3 Jahren/Kind für ALLE gibt, kann von Gleichstellung keine Rede sein. Egal ob 1, 2 oder mehr Kinder: Kinderbetreuung für 0-3 Jährige gab es in den 80/90ern nur in Ausnahmefällen und der Anspruch auf Rückkehr in den Job erlosch bereits nach 1 Jahr. Diese Müttergeneration ist nicht aus Bequemlichkeit zu Hause geblieben! Wäre schön, wenn uns alle unterstützen würden, deren Mutter/Vater betroffen ist. Das müssen viele sein!

    Kommentar von Ruth — 4. Februar 2018 @ 09:06

  6. Es scheint wirklich niemandem aufzufallen, dass es nicht für alle Mütter die Erhöhung gibt. Wie kann man damit einverstanden sein? Haben diese Menschen keine Mütter – Großmütter oder sind sie alle in Familien mit 3 oder mehr Kindern aufgewachsen?

    Kommentar von Angelika — 31. Januar 2018 @ 08:48

  7. Bevor ein solch hahnebüchener Vorschlag umgesetzt wird, muss erst einmal dafür gesorgt werden, dass sämtliche Eltern in den Genuss der 1992 eingeführten “Berücksichtigungszeit wegen doppelter Kindererziehung” kommen. Denn ab 1992 werden für jeden Monat einer Erziehung mehrerer Kinder gleichzeitig, die unter 10 Jahre alt sind, zusätzliche Rentenpunkte gutgeschrieben, wenn der Versicherte eine rentenrechtliche Zeit von mind. 25 Jahren nachweist. Und hiervon profitieren gegenwärtig spät gebärende Frauen und künftig Mütter von ab 1992 geborene Kinder. Die Ungerechtigkeitslücke hinsichtlich Kindererziehung ist ein Skandal. Sie ist im Zuge der Gleichstellung von Mann und Frau eingetreten, die seit 2000 durch die Vereinheitlichung der Altersgrenzen von 60 bzw. 63 auf einheitlich 65 bzw. Berechnung nach Abschlägen umgesetzt wurde.

    Kommentar von Eveline Dönselmann — 25. Januar 2018 @ 23:49

  8. Da kann ich nur zustimmen ,entweder alle oder keiner.
    Wie ungerecht !

    Kommentar von julia — 25. Januar 2018 @ 19:55

  9. Wie kann man, egal ob als Partei oder als Wähler, mit einer Ungerechtigkeit einverstanden sein? Haben diese Leute denn alle mitbekommen, dass die Mütterrente II erst ab dem 3. Kind an die Mütter die vor 1992 Kinder geboren haben angehoben wird? Das ist eine Ungleichbehandlung und Diskriminierung. Ich wundere mich das diese Vorgehensweise gerade bei den Grünen Wählern Zustimmung findet. Bei genauer Betrachtung und Überlegung müsste eigentlich jedem klar sein, dass diese bewusste Ausgrenzung von Müttern mit “nur” einem oder zwei Kindern die vor 1992 geboren wurden rechtlich kaum zu begründen ist. Es wird Klagen dagegen hageln.

    Kommentar von Jutta Brose — 25. Januar 2018 @ 10:59

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...