Rentenpläne polarisieren

40 Prozent der Deutschen rechnen mit deutlichen Verbesserungen bei der Rente durch eine neue Große Koalition aus CDU/CSU und SPD. Das ergab eine Umfrage, die im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) von Insa Consulere durchgeführt wurde. Ein knappes Drittel (31 Prozent) glaubt dagegen nicht an Verbesserungen. 

Der CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer (l), der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz (r) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nehmen am 12.01.2018 im Willy-Brandt-Haus in Berlin an einer Pressekonferenz teil. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD streben eine Neuauflage der großen Koalition an. Foto: Maurizio Gambarini/dpa | Verwendung weltweit
Die Spitzen von CDU, CSU und SPD streben eine Neuauflage der Großen Koalition an.

Ein ähnlich großer Anteil (42 Prozent) findet es gut, dass die SPD über eine Große Koalition weiter verhandeln will, weil so die sondierten Projekte in der Rentenpolitik auch umgesetzt werden können.

An den Nebenwirkungen scheiden sich laut Umfrage allerdings die Geister: Rund ein Drittel (34 Prozent) geht davon aus, dass die geplanten Vorhaben zu einer unfairen finanziellen Belastung der jüngeren Generation führen. Ihnen steht aber eine etwa gleich große Gruppe (36 Prozent) gegenüber, die keine Überforderung der Jüngeren befürchten. Vor allem unter den Wählern von FDP (46 Prozent) und AfD (52 Prozent) ist der Anteil jener hoch, die mit ungünstigen Auswirkungen für die Jüngeren rechnen.

Skepsis bei rentennahen Jahrgängen

Eine Mehrheit der Befragten (59 Prozent) ist außerdem der Auffassung, dass die bislang im Sondierungspapier angekündigten Schritte noch nicht ausreichen, den möglichen Folgen des demografischen Wandels entgegenzuwirken. Diese Meinung vertreten vor allem die rentennahen Jahrgänge. Insgesamt wurden 1.169 Personen ab 18 Jahren befragt. (kb)

Foto: Picture Alliance

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