„Plus-Rente“ oder Grundrente? Hilfe für arme Senioren

Bedürftige Senioren mit kleiner Rente sollen nach dem Willen des einflussreichen CDU-Arbeitnehmerflügels künftig eine „Plus-Rente“ bekommen. So heißt es in einem Antrag der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) für den CDU-Bundesparteitag im Dezember.

Laut CDA soll bei der „Plus-Rente“ jemand, der mehr eingezahlt hat, mehr haben als jemand, der weniger eingezahlt hat.

Empfänger von Grundsicherung im Alter bekämen dann einen Aufschlag in Höhe von 25 Prozent ihrer Rentenansprüche von der gesetzlichen Rentenversicherung ausbezahlt.

Der Antrag liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Auch über längeres Arbeiten angesichts des Drucks auf die Rentenkasse wird in der CDU derzeit diskutiert.

Vor Auszahlung der „Plus-Rente“ soll geprüft werden, ob Betroffene überhaupt bedürftig sind. „Wir wollen ja nicht dem Ehemann einer reichen Frau die Rente aufstocken“, sagte CDA-Chef Karl-Josef Laumann der „Rheinischen Post“ am Mittwoch.

Koalition sieht keine Plus-Rente vor

Oft wird auch als Beispiel genannt, dass einer Ehe- und Hausfrau eines gutverdienenden Mannes in wohlhabendem Haushalt die Rente nicht staatlich aufgebessert werden soll.

Anfang des Jahres handelte Laumann, der auch Sozialminister in Nordrhein-Westfalen ist, mit SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles und Barbara Stamm (CSU) den Rentenkurs der großen Koalition aus.

Eine „Plus-Rente“ ist von der Koalition bisher nicht vorgesehen. Union und SPD wollen aber eine Grundrente einführen. Diese soll für Bezieher von Grundsicherung gelten, die 35 Jahre an Beitragszeiten oder Zeiten der Kindererziehung oder Pflege aufweisen.

Seite zwei: Kampf gegen Altersarmut

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