Anzeige
30. April 2018, 10:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Finanzbranche wird nur langsam agiler

Obwohl etwa ein Drittel aller Manager deutscher Banken und Versicherungen das eigene Unternehmen für überdurchschnittlich agil hält, vertraut eine große Mehrheit vorrangig auf Erfahrungen und Intuition anstelle von modernen IT-Anwendungen.

Studie: Finanzbranche wird nur langsam agiler

Die Unternehmen der Finanzindustrie reagieren mit unterschiedlichsten Maßnahmen auf die moderne Informationsflut.

Derzeit verzichten noch 40 Prozent aller Manager auf moderne IT-Anwendungen um schneller zu entscheiden, wie die aktuelle Untersuchung “Potenzialanalyse agil entscheiden” von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut zeigt.

Mehr als neun von zehn befragten Managern (91 Prozent) vertrauen in ihren Entscheidungen hauptsächlich auf Erfahrungen und Intuition. Darüber hinaus plane nur jeder vierte Finanzdienstleister den Abbau starrer Hierarchien.

Laut Sopra Steria Consulting haben Finanzbetriebe jedoch wie alle Unternehmen in Deutschland immer weniger Zeit für Entscheidungen: So berichten sechs von zehn Studienteilnehmern, deutlich schneller Beschlüsse zu fassen als früher.

Führungsstile verändern sich

Etwa die Hälfte treffe außerdem häufiger Entscheidungen als noch vor fünf Jahren. Dafür sorge besonders die beschleunigte Kommunikation, da Informationen heute schneller zur Verfügung stehen und der Austausch durch mobile Geräte grenzenlos möglich sei.

Branchenübergreifend seien die Reaktionen von Unternehmen auf die Informations- und Entscheidungsflut sehr unterschiedlich. Viele Betriebe brechen ihre Organisationsstrukturen auf und nutzen neue Technologien, um schneller auf Kundenanforderungen reagieren und Veränderungen erkennen zu können.

Auch in fast jeder fünften Bank oder Versicherung herrsche mittlerweile ein agiler Führungsstil. Mehr Mitwirkung und Eigenverantwortung der Mitarbeiter sollen dazu beitragen, Entscheidungen zu beschleunigen.

Branche ist Vorreiter bei KI

Trotzdem werde in Finanzunternehmen überdurchschnittlich häufig auf technologische Unterstützung für die Entscheidungsfindung verzichtet – nur sechs Prozent der Befragten setze beispielsweise auf Predictive-Analytics-Anwendungen, die bei Prognosen helfen.

In anderen Branchen seien es im Durchschnitt etwa 20 Prozent, und auch bei der Einführung flächendeckender Collaboration Tools seien Banken und Versicherer zurückhaltend.

Für den schnellen zentralen Zugriff auf Wissen nutzen zwölf Prozent moderne Technologien. Ebenso viele Finanzdienstleister setzen auf künstliche Intelligenz (KI), beispielsweise bei der Auswertung komplexer Schriftstücke. Hier sei die Branche sogar Vorreiter.

Seite zwei: “Finanzindustrie geht zurückhaltender vor”

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Risiko-LV: Kunden gewinnen, Abschlussquoten steigern

Risiko-Lebensversicherungen machen laut Branchenzahlen mehr als ein Fünftel des Neugeschäftes der deutschen Lebensversicherer aus. Was Anbieter tun können um sich im Wettbewerb erfolgreich aufzustellen, hat das Marktforschungsinstitut Heute und Morgen untersucht.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...