4. Juli 2018, 11:19
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Universa glänzt und setzt auf Unabhängigkeit

Trotz eines schwierigen Marktumfeldes blieben die Universa Versicherungen im vergangenen Geschäftsjahr auf Wachstumskurs und erzielten das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Beitragseinnahmen und Geschäftsergebnis legten zu. Die digitale Transformation gilt als große Herausforderung.

 

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Michael Baulig präsentiert die besten Geschäftszahlen in der Unternehmensgeschichte der der Universa.

Die Universa Versicherungsunternehmen konnten im vergangenen Geschäftsjahr 2017 die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen um 1,4 Prozent auf 706,5 Millionen Euro steigern. Aus den Kapitalanlagen wurde ein Ergebnis von 202,7 Millionen Euro (Vorjahr: 190,4) erwirtschaftet. Der Bestand an Kapitalanlagen stieg um 331,6 auf 5.814,7 Millionen Euro. Die gesamten Bruttoleistungen betrugen 854,8 Millionen Euro (Vorjahr: 792,8).

Mitglieder profitieren von gestiegenem Geschäftsergebnis unter dem Strich konnte beim Geschäftsergebnis nach Steuern ein Plus von 13,3 Prozent auf 125,5 Millionen Euro erzielt werden.

Das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte, wie Vorstandsvorsitzender Michael Baulig betonte. Davon wurden 107,6 Millionen Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt, die ausschließlich den Versicherten zugutekommt. Das Eigenkapital konnte um 15,9 auf 273,9 Millionen Euro gestärkt werden.

Finanzstärke, Stabilität, Verlässlichkeit und langfristige Risikotragfähigleit sind nach Aussage Bauligs zentrale Bausteine der Unternehmenspolitik. Die Unabhängigkeit als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit bleibe für den Vorstandsvorsitzenden ein hohes Gut.

Rekordhöhe bei RfB

Gestärkt ins Jubiläumsjahr der Krankenversicherung 
Besonders positiv entwickelte sich die Krankenversicherung, die in diesem Jahr als älteste private Krankenversicherung (PKV) ihr 175-jähriges Jubiläum feiert. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 2,8 Prozent auf 567,6 Millionen Euro. Ein neuer Rekord konnte mit 98,6 Millionen Euro (Vorjahr 75,5) bei der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung vermeldet werden.

Das Eigenkapital wurde um 11 Millionen Euro gestärkt. Damit konnten die Eigenkapitalquote auf 32,4 Prozent (Vorjahr 31,3) und die Solvenzkapitalbedeckungsquote (SCR) auf 855,2 Prozent (Vorjahr 834,6) ausgebaut werden. Bei beiden Sicherheitskennzahlen liegt die uniVersa in der Spitzengruppe des Marktes, so Baulig.

Die Zahl der Zusatzversicherten stieg auf 351.167 (Vorjahr 348.769), bei den Vollversicherten musste die Universa einen leichten Rückgang hinnehmen – auf 141.745 (Vorjahr 142.367). Als Erfolg bewertet das Unternehmen die 2017 eingeführte Rechnungs-App. Bereits mehr als ein Drittel der Rechnungen und Leistungsbelege werden mittlerweile darüber elektronisch eingereicht.

Zuwächse auch in der Lebensversicherung 


In der Lebensversicherung betrugen gingen die die Bruttobeitragseinnahmen zurück – auf 111,1 Millionen Euro (Vorjahr 115,6). Als Grund nennt Baulig das Zurückfahren des Geschäfts mit Einmalbeiträgen, dass durch den moderaten Zuwachs bei den laufenden Beiträgen (0,4 Prozent) nicht kompensiert werden konnte. Besonders gefragt waren fondsgebundene Rentenversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Der Zinszusatzreserve wurden 16,9 Millionen Euro zugeführt. Sie stieg zum Bilanzstichtag auf 87,7 Millionen Euro.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 40,9 (Vorjahr 41,0) weiter deutlich über dem Marktdurchschnitt. Die SCR-Bedeckungsquote konnte ohne Nutzung von Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung von 199,6 auf 209,9 Prozent ausgebaut werden. Damit verfügt die Universa nach eigenen Aussagen über doppelt so viele Eigenmittel, wie gesetzlich vorgeschrieben. Zudem hält das Unternehmen weiterhin an klassischen Garantieprodukten fest. Einem Run-off erteilte Baulig ein Absage.

Allgemeine setzt auf flexible Bausteintarife

Bei der Allgemeine Versicherung, die das Geschäft der Schaden- und Unfallversicherung betreibt, gingen die Bruttobeitragseinnahmen zurück und betrugen 27,8 Millionen Euro (Vorjahr 28,6). Mit 10,5 Millionen Euro (Vorjahr 10,4) bleibt die Unfallversicherung die bedeutendste Sparte. Durch einen günstigen Schadenverlauf konnte ein Geschäftsergebnis nach Steuern von 6,9 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Damit wurde das Eigenkapital von 40,5 auf 45,4 Millionen Euro gestärkt.

Wachstum verspricht sich das Unternehmen durch neue flexible Bausteintarife in der Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherung. Im Schadenbereich setzt die Universa auf ein neues Case Management, bei dem Kunden ganzheitlich betreut und während des Schadenprozesses begleitet werden. Ziel sei eine Steigerung der Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft.

Digitalisierung im Fokus

Bei der Digitalisierung sieht sich die Universa auf einem guten Weg. „Wir bieten bereits einen vollständig digitalen Antragsprozess inklusive elektronischer Unterschrift an“, erklärte Baulig. Im Außendienst wurde eine neue Videoberatung eingeführt, durch die eine ortsunabhängige Beratung und Betreuung der Kunden möglich ist.

Der Wunsch nach weiteren digitalen Lösungen wird zunehmen, ist der Vorstandsvorsitzende überzeugt. Für die Zeit bis 2022 hat die Universa ein Strategieprogramm zur digitalen Transformation mit 22 Maßnahmen und einem Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro aufgestellt. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die Ablösung des bisherigen Bestandssystems ein. Das neue moderne Bestandssystem soll Dreh- und Angelpunkt für alle digitalen Aktivitäten werden.

Qualifizierte Beratung behält hohen Stellenwert

„Der Kontakt zwischen Kunde, Vermittler und Unternehmen wird zwar zunehmend digitaler, aber die persönliche und qualifizierte Beratung ist uns weiterhin sehr wichtig“, sagte Baulig. Im Unternehmen will der Vorstandsvorsitzende die Geschäftsprozesse weiter optimieren und den Service ausbauen. Einfachheit, Verschlankung und sich auch mit neuen Formen der Automatisierung, wie Robotic, auseinanderzusetzen, stehen hier auf der Agenda.

Der Mensch darf dabei aber nicht auf der Strecke bleiben, betonte Baulig. Durchgesetzt haben sich im Unternehmen agile Projektmethoden, durch die Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen gemeinsam an übergreifenden Lösungen arbeiten. (dr)

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