AOK-Chef rechnet mit Spahn ab

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fällt immer wieder durch große Ideen und Gesetzesvorhaben. Dass das nicht überall gut ankommt, zeigt ein aktuelles Pressegespräch mit Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg.

Ein sorgenvoller Blick: Die Pläne von Gesundheitsminister Spahn stoßen nicht nur auf Unterstützung.

Als „Schnellschüsse“ und „Nebelkerzen“ bezeichnet Hermann die Projekte des Bundesgesundheitsministers. Diese würden die Versorgung der Patienten nicht bessern, dem Pflegenotstand in Kliniken oder dem Fehlen von Ärzten im ländlichen Raum nicht wirklich abhelfen.

Dabei gebe es aktuell diverse Baustellen im deutschen Gesundheitswesen, die dringend gelöst werden müssen.

1. Zugang zu Arztpraxen

Das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz verspricht den Kassenpatienten, schneller einen Termin vor allem bei Fachärzten zu bekommen.

Dass dies gelingen kann, ist laut Hermann zwar nicht auszuschließen, jedoch setzt jeder Arztbesuch ein Grundvertrauen von Krankem und Behandler voraus.

Führen der Termin aber zu einem Mediziner, der den Patienten „noch nie gesehen hat, der nicht weiß, was mit ihm los ist“, würde die Behandlung nicht verbessert. „Da hat Herr Spahn eine Nebelkerze gezündet und gaukelt eine bessere Versorgung vor“, so Hermann.

Als Alternative sieht der AOK-Landeschef die Verträge mit Allgemein- und Fachärzten, die seine Kasse geschlossen habe. Da erhielten Versicherte innerhalb von 14 Tagen einen Termin. Dies würde den Medizinern extra honoriert und die Behandler des Kranken wüssten über die veranlassten Maßnahmen Bescheid.

Seite zwei: Mehr Pflegekräfte

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