18. Januar 2019, 13:00
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BU: “Nicht das Produkt braucht Hilfe, sondern der Verbraucher”

Eine BU-Absicherung ist unverzichtbar und auch bezahlbar. Die Auswahl an leistungsfähigen BU-Tarifen ist so gut wie nie zuvor. Cash. sprach mit Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg, über die Zurückhaltung der Verbraucher und die vermeintliche Leistungsverweigerung der Versicherer.

BU: Nicht das Produkt braucht Hilfe, sondern der Verbraucher

Michael Franke: “Unser Ziel ist es, dass jeder Kunde die Chance bekommt, seine Arbeitskraft abzusichern.”

Cash.: Sind Frauen und Männer, was die Höhe der möglichen BU-Rente betrifft, richtig abgesichert?

Franke: Aus der Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung wissen wir: 
Die durchschnittliche Erwerbsminde
rungsrente beträgt im Neuzugang für
 Männer 782 Euro im Monat und für 
Frauen 751 Euro.

Leider differenziert 
der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in seinen
 veröffentlichten Zahlen nicht nach Ge
schlecht. Nach seinen Informationen
liegt die durchschnittliche versicherte
 Rente gerade einmal bei 1.000 Euro im
 Monat (SBU/SEU).

Das ist schlichtweg
 zu wenig. Ob Mann oder Frau, spielt 
angesichts dieser Beträge auch keine
 Rolle mehr. Im Rahmen unserer Leistungsfallprüfungen beobachten wir
 aber einen moderaten Aufwärtstrend.

Sie haben vergangenes Jahr erneut eine BU-Leistungsstudie durchgeführt: Was waren die wichtigsten Erkenntnisse?

Erst bei der Leistungsprüfung
 schlägt die Stunde der Wahrheit. Hier
 zeigt sich, ob und wie der Versicherer
 sein Leistungsversprechen hält. Die gute Nachricht: Der Trend zu kürzeren Bearbeitungsdauern hält an.

Im Jahr 2016 brauchten die von uns befragten Unternehmen im Durchschnitt 156 Tage (Vorjahr 161 Tage) bis zu ihrer Entscheidung. Lagen alle Unterlagen vor, haben die Versicherer sogar innerhalb von drei Wochen entschieden.

Ebenfalls positiv: Unsere Stichproben vor Ort haben keine Hinweise auf systematische Verzögerung oder Leistungsverweigerung ergeben. Einziger Wermutstropfen: Noch immer stellen sich zu wenige Unternehmen unserer Untersuchung.

Und dass, obwohl mittlerweile jedem klar sein sollte, wie wichtig der Umgang mit dem Kunden im Leistungsfall für die Reputation der Brache ist und dass nur eine eingehende Prüfung des Unternehmens vor Ort die Glaubwürdigkeit veröffentlichter Statistiken sicherstellt.

Seite zwei: Bedeutung der Prozessquote

Weiter lesen: 1 2 3 4 5

1 Kommentar

  1. und warum geben Ihre Rating dazu keine echte Grundlage, wie ich meine, Herr Franke? Wenn Tarifdetails statt ausgewiesen angeglichen werden, ist das “Irreführung”-oder?

    Kommentar von frank Dietrich — 18. Januar 2019 @ 15:57

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