13. Dezember 2019, 15:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bundesarbeitsgericht: Keine automatische Gehaltsfortzahlung bei neuer Krankheit

Laut einem Gerichtsurteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in Erfurt muss der Arbeitgeber nach dem Ende einer Krankschreibung nicht einspringen, wenn die Mitarbeiterin erneut erkrankt.

Bundesarbeitsgericht in Bundesarbeitsgericht: Keine automatische Gehaltsfortzahlung bei neuer Krankheit

Bundesarbeitsgericht in Erfurt

Arbeitnehmer, die direkt nach dem Ende einer Krankschreibung wegen einer weiteren Krankheit ausfallen, können nach einem Gerichtsurteil nicht automatisch mit einer neuerlichen Gehaltsfortzahlung rechnen.

Dies sei nur dann möglich, wenn die ursprüngliche Arbeitsunfähigkeit zu Beginn der neuen bereits beendet sei, urteilte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Nachweisen müsse dies der Arbeitnehmer. Eine Altenpflegerin aus Niedersachsen hatte geklagt (Aktenzeichen: 5 AZR 505).

Am Schlusstag der Arbeitsunfähigkeit neue Krankschreibung ausgestellt

Der fünfte Senat gab dem Arbeitgeber Recht, der bei der zweiten Krankschreibung keine Gehaltsfortzahlung geleistet hatte. Dabei ging es um 3.400 Euro brutto plus Zinsen für rund sechs Wochen. Die Altenpflegerin war im Jahr 2017 zunächst gut drei Monate wegen einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig.

Noch am Schlusstag der Arbeitsunfähigkeit stellte ihr eine andere Ärztin wegen einer für den nächsten Tag geplanten Operation eine neue Krankschreibung aus. Diese dauerte rund sechs Wochen, in denen die Frau weder Geld vom Arbeitgeber noch Krankengeld einer Krankenkasse erhielt.

 

Seite 2: Das BAG-Urteil und seine Folgen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Brexit: Was sich für UK-Reisende im Krankheitsfall verändert

Nicht nur auf Wirtschaft und Politik hat der Brexit große Auswirkungen. Auch Reisende sollten sich zukünftig umfangreicher auf ihren Aufenthalt im Vereinigten Königreich vorbereiten. Ab dem 1. Februar 2020 gilt die europäische Gesundheitskarte (EHIC), die gesetzlich Krankenversicherte auf der Rückseite ihrer Versicherungskarte finden, dort nicht mehr. Michael Zaubzer von der Auslandsberatung der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse erklärt, welche Möglichkeiten Reisende nun haben.

mehr ...

Immobilien

Hypoport verkauft eigene Aktien: Künftige Übernahmen im Visier

Der Finanzdienstleister Hypoport hat für künftige Übernahmen eigene Aktien verkauft. Warum und an wen.

mehr ...

Investmentfonds

RNC Minerals: Produktion rauf, Kosten runter

Der Edelmetallproduzent RNC Minerals, der sich auf die Steigerung der Goldproduktion und die Senkung der Produktionskosten in seinen ‚Beta Hunt‘- und ‚Higginsville Gold Operations‘-Goldminen in Westaustralien konzentriert, erhöht seine Produktionsprognose auf 90.000 bis 95.000 Unzen Gold zu durchschnittlichen Gesamtförderkosten (‚AISC‘) von 1.050,- US-Dollar bis 1.200,- US-Dollar pro Gold-Unze.

mehr ...

Berater

Sturmtief Kim holt aus – was zahlt die Versicherung?

Sturmtief Kim zeigt sich gestern und heute von seiner ungemütlichen Seite. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor teilweise schweren Sturmböen, die mit bis zu 100 Stundenkilometern über weite Teile Deutschlands hinwegfegen. Trotz aller Wetterkapriolen muss keiner Angst um sein Hab und Gut haben, denn Sturmschäden werden grundsätzlich von den Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen abgedeckt. Welche Versicherung bei welchem Sachschaden einspringt, erläutern die ARAG Experten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium: Gutachter bestätigt Rendite-Zwischenstand über Plan

Die Rendite der ersten Investitionen in Höhe von sechs Millionen Euro für das aktuelle Angebot Logistik Opportunitäten Nr. 1 von Solvium Capital liegt deutlich über der Zielmarke. Das bescheinige die aktuelle „nachgelagerte Investitionsbeurteilung“ einer Prüfungsgesellschaft. Die Platzierung der Vermögensanlage schreitet derweil voran.

mehr ...

Recht

Wer erbt bei Verteilung des Vermögens nach einzelnen Gegenständen?

Hat der Erblasser in seinem Testament sein gesamtes Vermögen nach Einzelgegenständen unter den bedachten Personen aufgeteilt, ist in der Regel anzunehmen, dass er eine Erbeinsetzung bezweckt hat. Allerdings folgt daraus nicht, dass alle benannten Personen zu Erben berufen sind. Darauf weist die Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e.V. (DVEV) als Folge eines Urteils des OLG Oldenburg hin.

mehr ...