E-Scooter: TÜV präsentiert Positionspapier

Fast jeder Zweite verfügt bereits heute über Erfahrungen mit E-Scootern. Die Meisten sind positiv. Die Gehwege sollen jedoch für E-Roller tabu sein: Nur 11 Prozent sprechen sich für die Gleichstellung des elektronisch angetriebenen Rollers mit dem Fahrrad gleich. Was der TÜV noch vorschlägt.

Nun mischt sich auch der TÜV in die Debatte um E-Scooter ein.

Die Bundesbürger legen bei der Einführung und Nutzung von elektrisch angetriebenen Tretrollern (E-Scootern) großen Wert auf die Verkehrssicherheit. Nur 11 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass das Fahren mit E-Scootern in Städten auf Gehwegen erlaubt sein sollte.

83 Prozent, also die große Mehrheit, wünscht sich die Fahrt mit dem E-Scooter auf Fahrradwegen. 22 Prozent sprechen sich dafür aus, dass E-Tretroller auf Straßen fahren dürfen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.001 Personen ab 18 Jahren ergeben.

„E-Scooter ermöglichen eine neue, flexible Form der Mobilität. Dabei sollte die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer aber an erster Stelle stehen“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands (VdTÜV). Am 17. Mai entscheidet der Bundesrat, ob die vom Bundesverkehrsministerium vorgelegte Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) in Kraft treten kann.

Wo sollen sie nun fahren?

Strittig ist vor allem, ob die E-Scooter auch auf Bürgersteigen fahren dürfen. Laut Umfrage sind 43 Prozent der Bundesbürger bereit, E-Scooter zu nutzen: 7 Prozent sind mit den E-Tretrollern bereits gefahren und 36 Prozent können sich das grundsätzlich vorstellen. 56 Prozent sind derzeit noch zurückhaltend. „Das sind sehr hohe Akzeptanzwerte für eine völlig neue Fahrzeugkategorie“, sagte Bühler.

„Jetzt kommt es darauf an, die Verordnung zügig umzusetzen, damit E-Scooter bald auf unsere Straßen und Fahrradwege kommen.“ sagte der Geschäftsführer des TÜV-Verbands weiter. E-Scooter tragen dazu bei, dass sie kürzere Strecken als bequeme und umweltfreundliche Alternative zum Auto erscheinen lassen.

Fast jeder Zweite verfügt bereits über Erfahrung mit E-Scootern

Laut Umfrage sind 69 Prozent der Meinung, dass E-Scooter eine gute Möglichkeit sind, um die Mobilität der Menschen zu verbessern. Besonders aufgeschlossen sind die Jüngeren: 14 Prozent der 18- bis 29-Jährigen haben E-Scooter bereits genutzt und 41 Prozent können sich das vorstellen.

Auffallend ist zudem, dass fast die Hälfte der männlichen Befragten (49 Prozent) E-Scooter bereits gefahren sind oder sich das vorstellen können, aber nur 38 Prozent der Frauen.

Mikromobilität stellt neue Anforderungen an die Stadtentwicklung

Nach den Ergebnissen der Umfrage erwarten allerdings auch drei von vier Befragten (76 Prozent), dass es durch E-Scooter mehr Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern geben wird.

Seite 2: Das erwartet der TÜV von E-Scooter Fahrern

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