19. Februar 2019, 11:10
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Garantieverzicht in der bAV? Keine Chance bei Arbeitnehmern

Arbeitnehmer wollen Garantien in der Betriebsrente. Modelle ohne Garantien werden von fast allen Arbeitnehmern in Großunternehmen durchweg abgelehnt. Das kommt in einer repräsentativen Umfrage des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon klar zum Ausdruck.

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Risikoaversion in der Betriebsrente ist keine Frage des Alters. Nahezu jede Altersklasse bevorzugt Sicherheit in der bAV.

 

Maximal 12,2 Prozent der Befragten würden für eine höhere Rente ein gewisses Risiko in Kauf nehmen. Alle anderen bevorzugen entweder Garantien oder sind unentschlossen. Dieses Bild trifft dabei auf alle Altersgruppen zu.

Aon hatte rund 1.000 Mitarbeiter aus Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten befragt. „Das ist sicher einer der Gründe, warum es bei der Umsetzung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) so schleppend vorangeht. Das Gesetz ist jetzt ein Jahr in Kraft. Dennoch gibt es bisher kaum Vereinbarungen zur Tarifrente, die ohne Garantien auskommen soll”, kommentiert Aon Geschäftsführer Fred Marchlewski die Ergebnisse der Studie.

 

Seite 2: Jede Menge Aufklärungsarbeit

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1 Kommentar

  1. Es ist zwar richtig, dass sehr viele Arbeitnehmer noch die Garantie dem Risiko vorziehen, allerdings ist dies nicht der Hauptgrund, warum es noch kein Sozialpartnermodell gibt.
    Denn wenn dies der Hauotgrund wäre, müsste eigentlich die bAV in der bisherigen bAV-Welt explodieren.

    Zunächst muss man wissen, dass die bAV-Welt2 (Sozialpartnermodell) eine lange Vorbereitungszeit benötigen.
    Neben der Aufklärungsarbeit sind die Grundstrukturen (Adminidtration der Verträge, Kapitalanlagesysteme in der IT nach den Gegebenheiten) festgelegt sein.
    Erst dann kann überhaupt das Sozialpartnermodell vereinbart werden.
    Haupthindernis sind derzeit noch die Gewerkschaften, die Sorge haben, dass die kalkulierten Leistungen nicht zustande kommen, obwohl in der Kapitalanlage eine sogenannte Gleitzonenrente vorhanden ist (Zielrente gem. PfAV).
    Vielleicht sollte der Gesetzgeber für alle bAV-Lösungen eine Garantierente – z.B. 80% – für alle bAV-Durchführungswege festlegen.
    Gerade durch die Niedrigzinsphase – die aus meiner Sicht aufgrund des demografischen Wandels sehr lange gelten wird (kein Guthabenzins über 2,5-3%) – muss für eine gute Überschussbeteiligung etwas risikoreicher angelegt werden.
    Die Chancen und die Risiken steigen natürlich hierdurch.

    Bin mal gespannt, welches Ergebnis in Berlin demnächst herauskommt, wenn Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften sich treffen.

    Ein Hemmschuh ist im Übrigen auch die weiter bestehende Doppelverbeitragung.

    Wenn beide Probleme gelöst wären, würde die bAV sicherlich endlich erfolgreich.

    Werner Hoffmann
    Betriebswirt f. betriebliche Altersversorgung (FH)
    Und Fachautor
    http://www.bav-Leitfaden.de

    Kommentar von Werner Hoffmann Autor — 19. Februar 2019 @ 19:40

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