7. Juni 2019, 10:00
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Jedes zweite Unternehmen findet Beiträge zur bKV zu hoch

Die aktuelle und bereits sechste KMU-Studie, die der Gothaer Konzern beauftragt hat, kommt zu wichtigen Ergebnissen für den Vertrieb von Vorsorgeprodukten im Unternehmen. Jedes zweite Unternehmen verzichtet auf das Angebot betrieblicher Altersvorsorge (bAV). Genauso vielen Unternehmen sind die Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung (bKV) zu hoch. Nur jedes Dritte kennt das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG). Über die Gründe.

Betriebliche-krankenversicherung in Jedes zweite Unternehmen findet Beiträge zur bKV zu hoch

Gleichzeitig nutzen die befragten Unternehmen aber die möglichen Anreize für Mitarbeiter – wie das Angebot einer betrieblichen Altersvorsorge und einer betrieblichen Krankenversicherung als Sozialleistung – noch zu wenig:

Vorsorgeleistungen als Instrument zur Personalbindung wenig genutzt

41 Prozent der Firmen bieten ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge an und lassen sie auf diesem Wege ein Sicherheitspolster für die Rente ansparen. 18 Prozent kennen diese Möglichkeit nicht, weitere 41 Prozent kennen sich damit aus, bieten sie aber nicht an.

Eine betriebliche Krankenversicherung als Sozialleistung bietet sogar nur jede vierte Firma an. 38 Prozent kennen diese Möglichkeit nicht, 37 Prozent kennen sich damit aus, bieten sie aber nicht an. „Unsere Studie zeigt, dass in beiden Fällen die Kenntnis und das Angebot dieser Möglichkeiten zur Mitarbeiterbindung mit der Unternehmensgröße deutlich ansteigen.”, so Rainer Ebenkamp, Leiter Gesundheit Vertriebsunterstützung bei der Gothaer Krankenversicherung AG.

Nicht alle Arbeitgeber kennen die betriebliche Unterstützung bei der Vorsorge

„Große Unternehmen haben natürlich über fachliche Qualifikation und eigenständige Abteilungen zur Personalgewinnung eher die Chance sich weiterzubilden. Hiervon profitieren vor allem die Mitarbeiter. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die sich mit Konzernen und bekannten Marken im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter befinden, nutzen noch nicht alle verfügbaren Möglichkeiten.” so Ebenkamp weiter.

Insbesondere bei den Angebote zur betrieblichen Unterstützung des Arbeitnehmers bei der Vorsorge besteht Nachholbedarf bei der Information: “Hier besteht noch erheblicher Aufklärungsbedarf“, so Rainer Ebenkamp, Leiter Gesundheit Vertriebsunterstützung bei der Gothaer Krankenversicherung AG.

Betrieblichen Krankenversicherung Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb um Talente

Um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und gute Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, müssen der Arbeitgeber heute mehr bieten. Die betriebliche Krankenversicherung kann ein Angebot sein, mit dem sich Firmen von ihren Wettbewerbern abheben können. Denn diese Art Fürsorge führt zu einer positiven Außendarstellung des Unternehmens. Attraktive Versicherungskonditionen für die Zeit der Unternehmenszugehörigkeit sind jedoch noch nicht weit verbreitet.

 

Seite 2: Wieso das Betriebsrentenstärkungsgesetz weitestgehend unbekannt ist

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