7. Juli 2019, 08:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kaum jeder Zweite ist gegen Elementarschäden versichert

Ab sofort fordert Bayern seine Bürger zur Eigenvorsorge auf. Wer als Eigentümer einer Immobilien keinen Schutz gegen Elementarschäden abschließt, der darf im Schadensfall auch nicht mehr auf den Staat hoffen. Nicht einmal jeder Zweite hat bislang einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Was Sie jetzt wissen müssen.

 

Sturmschaden in Kaum jeder Zweite ist gegen Elementarschäden versichert

24.09.2018, Sachsen, Brünlos: Blick auf ein durch den Sturm zerstörtes Haus. Der erste schwere Sturm im Herbst hat am Sonntag ein Todesopfer gefordert und große Schäden in Süd- und Mitteldeutschland verursacht. Foto: Bernd März/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit

Nach Sachsen gibt es seit 1. Juli auch in Bayern keine staatliche Soforthilfe mehr bei Naturkatastrophen, wenn die Schäden versicherbar gewesen wären. Dies könnte auch eine Signalwirkung für weitere Bundesländer haben, ihre finanzielle Fürsorge im Katastrophenfall einzuschränken.

Kaum jeder Zweite in Deutschland besitzt Schutz

Erst 43 Prozent der Hausbesitzer sind bisher in Deutschland gegen Naturgefahren wie Starkregen oder Überschwemmung versichert. Eigenheimbesitzer sollten ihren Versicherungsschutz dringend prüfen, raten die Experten der uniVersa. Immerhin stellt das Eigenheim in den meisten Fällen den höchsten Vermögenswert dar.

Einen Rundumschutz bietet die Wohngebäudeversicherung erst, wenn neben Feuer auch Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Elementargefahren eingeschlossen sind.

Dann werden auch Schäden am Gebäude infolge von Starkregen, Hochwasser, Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch übernommen.

Ablehnungsschreiben gut aufbewahren

Ist aufgrund von Vorschäden oder in Risikogebieten kein Abschluss möglich, sollte das Ablehnungsschreiben gut aufbewahrt werden, um im Naturkatastrophenfall zumindest die staatliche Soforthilfe in Anspruch nehmen zu können.

Beim Versicherungs-Check sollten Eigenheimbesitzer auch prüfen, ob der Gebäudewert mit der Versicherungssumme übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, kann eine Unterversicherung zu einer anteiligen Leistungskürzung im Schadenfall führen.

Hausrat mitversichern

Wer einen Heizöltank besitzt, sollte prüfen, ob dieser in der Privat-Haftpflichtversicherung bereits mitversichert ist oder eine extra Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung abschließen. Sie ist wichtig, da man bei auslaufendem Öl auch ohne Verschulden in unbegrenzter Höhe haftet.

Zudem werden darüber die Schäden am eigenen Haus übernommen, so die uniVersa. Die Elementardeckung ist auch bei der Hausratversicherung wichtig. Sie kann dort als Zusatzbaustein in der Regel auch nachträglich eingeschlossen werden.

 

Foto: Bernd März/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kein Start der Grundrente ab Januar kommenden Jahres?

Wegen des hohen Verwaltungsaufwands hält die Deutsche Rentenversicherung einen Start der Grundrente im Januar 2021 für unrealistisch.

mehr ...

Immobilien

Corona-Krise: Nicht jedes Betongold glänzt

Ob Gewerbe- oder Wohnimmobilien: DJE wirft einen Rundumblick auf die Immobilienmärkte weltweit – wer schwächelt, und wo bestehen Potenziale trotz der Krise? Eine Analyse von Hagen Ernst, stellvertretender Leiter des Bereichs Research & Portfoliomanagement bei der DJE Kapital AG.

mehr ...

Investmentfonds

Warum Gold die einzig wahre Währung ist: Fünf Gründe für das Edelmetall

„Papier wird zu Papier, nur Gold bleibt Geld. Alles andere ist Kredit“ – so der US-amerikanische Unternehmer und einflussreichste Privatbankier seiner Zeit, John Pierpont Morgan (1837–1913). Ist da etwas dran? Ist die Zeit des Papiergeldes nur eine Epoche, die des Goldes jedoch von ewiger Dauer? Und ist Gold in der Finanzwelt auf lange Sicht das Einzige, was glänzt? Aurimentum, Spezialist für Goldanlagen per Ratenkauf, nennt fünf Gründe, welche die Theorie von J.P. Morgan bestätigen.

mehr ...

Berater

Corona drückt Preise für Maklerunternehmen nicht

Den Makler Nachfolger Club e.V. erreichen im Moment einige Anfragen, ob und wie sich die Kaufpreise für Maklerunternehmen und Bestände in Zeiten der Corona-Pandemie verändern. Vorstand Oliver Petersen kommentiert die aktuelle Marktsituation.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia: Neun der zwölf Fonds trotz Corona im Plan

Der Immobilienkonzern Patrizia AG meldet einen weitgehend prognosegemäßen Verlauf seiner Fonds für private und semiprofessionelle Anleger. In drei Fällen wird ein Teil der möglichen Ausschüttung für 2019 jedoch Corona-bedingt zurückgehalten.

mehr ...

Recht

Studie zur Grundsteuer: Bundesgesetz verstößt gegen die Verfassung

Das Gesetz zur Reform des Grundsteuer- und Bewertungsrechts verletzt nach Ansicht von Prof. Gregor Kirchhof, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Finanzrecht und Steuerrecht und Direktor des Instituts für Wirtschafts- und Steuerrecht an der Universität Augsburg, das Grundgesetz. Die Gründe

mehr ...