Kleinere Renten für Frauen bleiben große Herausforderung

Der Koordinationsabzug gemäss BVG führt dazu, dass Personen in Teilzeitarbeit in der beruflichen Vorsorge immer noch unterproportional für den Ruhestand sparen – und das sind zu 75% Frauen. Auswertungen der Vorsorgepläne der BVG-Sammelstiftung Swiss Life zeigen aber, dass eine Mehrheit der angeschlossenen KMU bereits heute auf den Koordinationsabzug verzichtet oder diesen an das Pensum koppelt. «70% aller bei der BVG-Sammelstiftung Swiss Life aktiv versicherten Frauen profitieren von einem teilzeitfreundlichen Koordinationsabzug. Viele Schweizer KMU – aus fast allen Branchen – tragen damit direkt zur Reduktion des Gender Pension Gap bei», sagt Ivy Klein, Leiterin Geschäftsentwicklung Unternehmenskunden bei Swiss Life.

Frühe Auseinandersetzung mit der eigenen Altersvorsorge bleibt entscheidend

Basierend auf den Resultaten der Studie lassen sich für Frauen, Paare und Arbeitgeber Massnahmen ableiten, welche die finanzielle Selbstbestimmung von Frauen im Alter fördern. Dazu zählen eine verstärkte Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt, eine höhere Sparquote von Frauen und ein erhöhter (auch finanzieller) Ausgleich zwischen Partnern in einer Beziehung. Auch Arbeitgeber nehmen eine wichtige Rolle ein. Teilzeitpensen auf allen Hierarchiestufen, flexible Arbeitszeitmodelle oder ein teilzeitfreundlicher Umgang mit dem Koordinationsabzug können dazu beitragen, den Gender Pension Gap langfristig zu reduzieren. Grundsätzlich gilt: Frauen sollten sich schon früh im Leben – am besten vor einer allfälligen Familiengründung – mit ihrer Altersvorsorge auseinandersetzen.

Foto: Shutterstock

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