26. September 2019, 10:00
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Vorsorge nach dem Roulette-Prinzip?

Einfachheit ist eines der ganz großen Schlagwörter unserer Zeit. Erst recht, wenn es um Digitalisierung geht. Aber Einfachheit hat Grenzen. Es kann – nein, es darf nicht sein, dass die Suche nach einfachen Lösungen den Blick für wirklich sinnvolle Lösungen verstellt. Ein Kommentar von Holger Beitz, CEO der PrismaLife AG.

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Ein aktuelles Beispiel muss aufrütteln: Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist eine der wichtigsten Versicherungen. Denn Berufsunfähigkeit ist ein existenzielles Risiko. Alternativen, etwa für bestimmte Lebenssituationen oder wenn eine BU-Absicherung nicht möglich ist, sind Dread-Disease-Produkte, die üblicherweise ein breites Spektrum schwerer Krankheiten abdecken.

Digitaler Vertrieb ist schwierig

Nun stellen besonders dynamische Anbieter fest, dass der Vertrieb von Berufsunfähigkeits- und Dread-Disease-Policen auf digitalen Kanälen schwierig ist. Das ist nicht wirklich überraschend – denn für diese Absicherung braucht es Beratung, Beratung und nochmal Beratung.

Wenn dann aber als Konsequenz folgt, das Produkt für den bequemen Online-Vertrieb auf eine einzige – zugegeben erschreckende und damit plakative – Diagnose zu reduzieren, gemeint ist hier der Krebs, dann verkommt die «Absicherung» zum Roulettespiel. «Alles auf die 17» – eine Strategie für Vorsorge ist das nicht. Wenn Verantwortung eine Rolle spielt, darf der schnelle Erfolg im digitalen Vertrieb kein Selbstzweck sein. Warum höre ich keinen Aufschrei der Verbraucherschützer und kritischen Journalisten?

Foto: Shutterstock

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