Wer wird Europameister? Das sagt die Branche!

Foto: Picture Alliance
Am 11. Juli wird im Londoner Wembley-Stadion der neue Europameister gekürt.

Am Freitag startet die Fußball-Europameisterschaft, die in zehn europäischen Städten und einer asiatischen Stadt (Baku) stattfindet. Insgesamt nehmen 24 Nationalmannschaften an der Endrunde teil. Cash. hat Führungskräfte aus der Finanzdienstleistungsbranche um ihren Tipp gebeten: Wer wird Europameister? Und auch ein EM-Held von 1996 hat uns seine Einschätzung mitgeteilt.

Thomas Helmer, ehemaliger Fußballnationalspieler und Europameister 1996: „Für mich gibt es keinen Topfavoriten! England, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien… Und um es kurz zu machen: Nach 25 Jahren sind wir wieder – hoffentlich – an der Reihe. Glücklicherweise hat Jogi Hummels und Müller zurückgeholt, dazu Leistung honoriert – siehe Kevin Volland. Ich denke, der Kader hat jetzt eine ‚gesunde Mischung‘ und viel Qualität! Wenn wir es schaffen, die Defensive zu stabilisieren, können wir sehr weit kommen!“

Thomas Helmer

Eric Bussert, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Hanse Merkur: „Deutschland wird Europameister. Wir sind eine Turniermannschaft, die sich in eine solche Veranstaltung reinarbeiten kann und wird! Es ist ein starkes Team, das sich schnell finden dürfte und Jogi Löw noch einen erfolgreichen Abschied ermöglicht.“

Eric Bussert, Hanse Merkur

Markus Drews, Managing Director Canada Life Assurance Europe: „Deutschland wird Europameister, ist doch klar! Die Mannschaft hat das Zeug dazu – auch, wenn viele nicht an sie glauben. Und sie hat erkannt, dass es einiges wieder gut zu machen gilt.“

Markus Drews, Canada Life

Dr. Sylvia Eichelberg, Vorstandsvorsitzende der Gothaer Kranken: „Natürlich Deutschland, weil wir Frankreich und Portugal ja schon in der Vorrunde schlagen werden, und Jogi sich zu seinem Abschied nicht von Stefan Kuntz und seiner U21 übertrumpfen lassen will. Falls Deutschland wider Erwarten doch nicht Europameister werden sollte, kann das nur daran liegen, dass sich elf Spieler verletzt haben oder unfähige Schiedsrichter uns verpfiffen haben. Für diesen höchst unwahrscheinlichen Fall kommen wir auf jeden Fall immer noch weiter als Holland.“

Sylvia Eichelberg, Gothaer Krankenversicherung

Jochen Falk, Referent strategisches Marketing und Projektleitung Sponsoring DFB-Pokal, Ergo Group: „Es ist schwer zu sagen. Zum ganz engen Kreis der Favoriten gehören für mich Frankreich, England und Spanien. Hier wird es meines Erachtens auf die Tagesform ankommen. Wenn ich mich festlegen muss, wird England Europameister, da sie eine sehr gute Mischung aus überragenden, jungen und erfahrenen Spielern haben. Wenn man sich die Endspiele der diesjährigen europäischen Wettbewerbe anschaut, waren drei von vier Teams aus England dort vertreten. Die Gruppe der deutschen Mannschaft ist die schwerste im Turnier. Deutschland wird die Gruppenphase vielleicht aufgrund der Spiele vor heimischer Kulisse noch überstehen. Auch wenn ich es mir selbst anders wünsche, fürchte ich, dass die Mannschaft dann aber im Achtel-, spätestens im Viertelfinale, ausscheiden wird. Im Vergleich zu den starken Jahren bis zum WM-Titel 2014 ist das deutsche Team leider derzeit einfach nicht stark genug besetzt. In der Abwehr agieren sie nicht sicher und schnell genug und im Sturm sind sie international momentan nicht konstant genug in ihren Abschlüssen. Nur mit einem starken Mittelfeld kann man auf diesem Niveau heutzutage leider nicht punkten.“

Jochen Falk, Ergo

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender von Jung, DMS & Cie.: „Frankreich, weil nicht nur Mbappé und Griezmann top sind. Die deutsche Nationalmannschaft kommt bis ins Halbfinale, weil unser Glück nach Überstehen der Todesgruppe nicht ins Finale reicht.“

Sebastian Grabmaier, JDC

Martin Gräfer, Vorstandsmitglied Die Bayerische Versicherungsgruppe: „Frankreich – eine Weltklassemannschaft mit einer guten Mischung aus Erfahrung und jungen hungrigen Spielern. N`golo Kante räumt wie bei Chelsea im Mittelfeld alles ab und den Rest machen die Hochgeschwindigkeitsfussballer Mbappè und Coman. Deutschland kommt ins Viertelfinale: Durch die Rückkehr von Thomas Müller und Mats Hummels kehrt der Spirit von Rio zurück, und es kann im Achtelfinale England (in London) bezwungen werden („und am Ende gewinnen immer die Deutschen…..“; Gary Lineker). Aber gegen die starken Spanier reicht es in der Abwehr und im Sturmzentrum einfach nicht.“

Martin Gräfer, Die Bayerische

Wolfgang Hanssmann, Vorstandsvorsitzender HDI Vertriebs AG: „Frankreich wird Europameister. Nach der WM-Endrunde gab es keine namhaften Rücktritte aus der französischen Mannschaft. Viele Spieler haben noch ein großes Entwicklungspotenzial bei der EM. Deutschland kommt ins Halbfinale. Die Wahrscheinlichkeit des Ausscheidens in der schweren Vorrundengruppe ist groß. Das Halbfinale ist eher der optimistische Hoffnungstipp.“ 

Porträtfoto des Wolfgang Hanssmann, der Vertriebsvorstands von HDI,
Wolfgang Hanssmann, HDI Vertriebs AG

Norbert Porazik, Geschäftsführer der Fonds Finanz: „Deutschland wird Europameister. Als Abschiedsgeschenk an den scheidenden Bundestrainer und weil die Mannschaft absolut top ist.“

Norbert Porazik, Fonds Finanz

Ulrich Scheele, Generalbevollmächtigter der Signal Iduna Gruppe
Vertriebsentwicklung/Freie Vertriebe
: „Ich halte Frankreich für den Top-Favoriten auf den Sieg bei der Europameisterschaft. Die Mannschaft besitzt im Vergleich zu allen anderen Teams die beste Kombination aus jungen und erfahrenen Spielern und ist dazu gespickt mit Top-Stars, die großen Erfolgshunger verspüren. Darüber hinaus hat Frankreich mit N´Golo Kanté den weltweit sympathischsten Fußballer in seinen Reihen. Deutschland wird das Endspiel erreichen, denn die beiden Rückkehrer Hummels und Müller werden dem Team den Spirit vom Weltmeisterjahr 2014 vermitteln.“

Ulrich Scheele, Signal Iduna

Christiane Schneider, Leiterin Exklusiv-Vertrieb bei Axa: „Frankreich wird Europameister – aufgrund der Vielfalt an Talenten, die fast für zwei Teams reichen könnten. Die deutsche Nationalmannschaft kommt unter die ersten drei. Auch wenn wir in diesem Jahr als Außenseiter gesehen werden – wir sind eine Turniermannschaft und haben es oft geschafft. Außerdem bin ich schon grundsätzlich dafür.“

Christiane Schneider, Axa

Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb bei Swiss Life Deutschland: „Heißester Favorit ist für mich England. Die ‚Three Lions‘ haben einen äußerst talentierten Kader mit einigen Spielern, die auch jüngst im Champions-League-Finale standen. Ein weiterer Aspekt, der auch mich besonders freut, ist die Wiedereröffnung der Stadien und die damit verbundene Rückkehr der Emotionen auf den Fanrängen. Besonders das englische Team kann aufgrund zahlreicher Heimspiele zusätzlichen Rückenwind erfahren mit der Aussicht, beim Finale im heimischen Wembley-Stadion den Titel für sich zu entscheiden. Der deutschen Nationalelf wünsche ich zwar das Finale, dennoch schätze ich die Konkurrenz aktuell als zu stark ein. Wenn die Mannschaft es schafft, sich in der wohl härtesten Gruppe durchzusetzen – wovon ich aufgrund bekannter deutscher Tugenden ausgehe – dann traue ich ihr durchaus das Halbfinale zu. Für eine Sensation wie 2014 wäre ich natürlich auch sehr gerne bereit.“

Matthias Wald, Swiss Life

Zusammengestellt von Kim Brodtmann und Jörg Droste, beide Cash.

Fotos: Hanse Merkur, Gothaer, Ergo, Die Bayerische, Picture Alliance, Fonds Finanz, Alexander von Spreti, Signal Iduna, Axa, Swiss Life, HDI, Canada Life

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