Nachhaltigkeit und Gewerbeversicherung: „Das Herz der deutschen Wirtschaft“ steht vor einer Herausforderung

Foto: Barbara Kösling
Cash. Redakteur und Ressortleiter Versicherungen, Jörg Droste

Die deutsche Wirtschaft kommt aus dem Krisenmodus nicht heraus: Erst die Corona-Pandemie, dann der Ukraine-Krieg. Doch die heißen Eisen für den Mittelstand liegen woanders.

Die deutsche Wirtschaft kommt aus dem Krisenmodus nicht heraus: Erst die Corona-Pandemie, dann der Ukraine-Krieg. Doch die heißen Eisen für den Mittelstand liegen woanders. Die digitale und die nachhaltige Transformation. Letztere dürfte deutliche Auswirkungen auf den Gewerbe-Versicherungsmarkt haben. Gerade der nachhaltige Umbau wird den Mittelstand fordern. Gleichwohl schrillen bei mir die Alarmglocken, wenn, wie eine Studie zeigt, rund ein Drittel der Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer nachhaltigen Ausrichtung die rote Karte zeigen wollen.

Bei rund 2,13 Millionen Kleinstunternehmen wären dies rund 700.000 Firmen, die dem Thema derzeit keine Relevanz zumessen. Die Frage, ob diese Unternehmen in Zukunft noch versichert werden können, beantworten die Versicherer derzeit stets mit Ja. Doch was ist, wenn die Erkenntnis bei den kleinsten Firmen nicht in dem Maße reift, wie die Assekuranz stets argumentiert?

Ein spannendes Thema, dem sich die Versicherer und vor allem der Vertrieb und Vermittler deutlich stärker werden zuwenden müssen. Auch, weil die Risiken durch den Klimawandel weiter steigen werden. Und damit stellt sich dann die Frage, ob das Herz der deutschen Wirtschaft künftig noch versicherbar ist, wenn es sich der nachhaltigen Ausrichtung verweigert.

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