Versicherer plädieren für Naturgefahrenausweis

Foto: dpa
Völlig zerstört ist diese Brücke über die Ahr in Ahrweiler nach der Flutkatastrophe. (Luftaufnahme mit einer Drohne).

Die deutschen Versicherer schlagen die Einführung eines Naturgefahrenausweises vor, um die Schadenanfälligkeit von Gebäuden etwa bei Hochwasser besser einordnen zu können. Der Ausweis soll Naturgefahren wie Überschwemmungen durch Starkregen, Hochwasser, Kanalrückstau oder Erdsenkung und Erbeben vor Ort sichtbar machen und bewerten.

Vorbild ist der Energieausweis, mit dem der Gesetzgeber transparente Kennziffern für die Energieeffizienz von Gebäuden geschaffen hat. Mit dem Naturgefahrenausweis hätten Hauseigentümer, Mieter, Kaufinteressenten, Handwerker, Versicherer oder Banken eine objektive Beurteilungs- und Entscheidungsbasis  

Vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme wurde am Donnerstag auf einer GDV-Veranstaltung in Berlin über verschiedene Wege der Naturgefahren-Prävention diskutiert. Während die Bundesländer für eine verpflichtende Versicherung für Hauseigentümer zum Schutz vor Elementarschäden plädieren, hat die Versicherungswirtschaft ein Gesamtkonzept zur Klimafolgenanpassung mit mehreren Maßnahmen vorgelegt.

„Versicherungsschutz ist wichtig, reicht aber allein nicht aus, um unsere Gesellschaft vor wachsenden Naturkatastrophen zu schützen“, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Wir brauchen darüber hinaus Aufklärung über die Gefahren durch Elementarrisiken und verbindliche Präventionsmaßnahmen auf privater und staatlicher Ebene.“ Die Bundesregierung wird voraussichtlich bis Dezember die Einführung einer Pflichtversicherung prüfen.  

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