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6. Juni 2011, 14:21
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Studie: Banken stellen Bafin schlechtes Zeugnis aus

Kreditinstitute bescheinigen den Aufsehern der Bundesbank eine größere Kompetenz als den Kollegen der Finanzaufsicht Bafin. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Bochumer Instituts für Kredit- und Finanzwirtschaft (IKF).

Beratung-schlecht-Smiley-Kopf-127x150 in Studie: Banken stellen Bafin schlechtes Zeugnis ausLaut der Untersuchung, für die die Wissenschaftler des IKF 1.800 Banken befragte, seien die Ansprechpartner bei der Bundesbank kompetenter, vertrauter mit dem eigenen Haus, pragmatischer und schneller, schreibt das „Handelsblatt“, dem die Studie exklusiv vorliegt. Zudem würden sie seltener wechseln als bei der Bafin.

Besonders nachdenklich stimmt die Forscher indes, dass die Qualität der Bankenaufsicht in Deutschland von den Geldinstituten insgesamt schwächer eingestuft wurde, als vor der Finanzkrise. Schließlich sei die Aufsicht schon mit neuen Befugnissen ausgestattet worden, so die Wissenschaftler.

Beispielsweise wurde die Bafin nach der Finanzkrise mit der Kontrolle der Vergütungssysteme von Banken sowie der Überwachung von Aufsichtsräten und Ratingagenturen betraut. (ks)

Foto: Shutterstock

3 Kommentare

  1. “Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: ‘Nie wieder Krieg’, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
    Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: ‘Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen.’
    Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein.”

    Silvio Gesell, 1918

    Wie wir alle wissen, dauerte es tatsächlich “keine 25 Jahre” vom Ende des ersten bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Der dritte Weltkrieg wäre spätestens in den 1980er Jahren fällig gewesen und konnte nur durch die atomare Abschreckung bis in die Gegenwart verhindert werden.

    Auf der anderen Seite hat durch das Ausbleiben dieser überfälligen Sachkapitalzerstörung die Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz – sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten – heute ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht, sodass die Weltwirtschaft mit mathematischer Unerbittlichkeit auf ein Phänomen zusteuert, das der “Jahrhundertökonom” John Maynard Keynes als “Liquiditätsfalle” bezeichnete: der mitgekoppelte (also sich selbst beschleunigende) Zusammenbruch des Geldkreislaufs und damit der gesamten Arbeitsteilung.

    Liquiditätsfallen hat es in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit viele gegeben (schon solange der Mensch Zinsgeld, anfangs Edelmetallgeld, benutzt), aber heute stehen wir vor der absoluten Steigerung dieses Phänomens: die globale Liquiditätsfalle! Die Heilige Schrift bezeichnet dieses Ereignis als “Armageddon”.

    Die einzige Möglichkeit, die größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte noch rechtzeitig abzuwenden, ist die Flucht nach vorn – der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation!

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert: http://www.deweles.de

    Kommentar von Stefan Wehmeier — 7. Juni 2011 @ 11:15

  2. Die BAFIN ist auch soltle nicht in Bonn sondern in Frankfurt sitzen.
    Näher am Geschehen und schneller eingreifen.

    Aber gut – ein Papiertiger ist immer noch besser als kein Abschrecker!

    Kommentar von Onassis — 6. Juni 2011 @ 21:16

  3. […] Studie: Banken stellen Finanzaufsicht schlechtes Zeugnis auscash-online.deDas ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Bochumer Instituts für Kredit- und Finanzwirtschaft (IKF). Laut der Untersuchung, für die die Wissenschaftler des IKF 1.800 Banken befragte, seien die Ansprechpartner bei der Bundesbank kompetenter, …Studie: Bafin kommt bei Banken nicht gut wegHandelsblattAlle 4 Artikel » […]

    Pingback von Visashop.de | Studie: Banken stellen Finanzaufsicht schlechtes Zeugnis aus - cash-online.de — 6. Juni 2011 @ 14:57

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