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28. Juni 2012, 11:11
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„Keiner will intransparent wirken“

Die Transparenz-Offensive der Ideal Versicherungsgruppe sorgte in der Branche für Aufregung. Cash. hat mit dem Vorstandsvorsitzenden Rainer M. Jacobus über die umstrittene Initiative gesprochen.

Rainer M. Jacobus, IdealCash.: Was war die Zielsetzung der „Pool-Analyse“ der Ideal und sind Sie mit den Ergebnissen zufrieden?

Jacobus: Das Ziel war, mehr Transparenz bei den Maklerpools und wirtschaftlichen Verbünden zu schaffen. Denn einige Pools umgehen immer noch Bundesgesetze, wenn sie mit Ausschließlichkeitsvertretern zusammenarbeiten und einige legen auch nicht ihre Eigentümerstruktur und ihre Bilanzen offen. Mit unserer Checkliste haben wir entsprechende Fakten hierzu abgefragt. Mit den Ergebnissen sind wir sehr zufrieden, da wir uns nun in der Zusammenarbeit auf Pools beschränken können, die die Transparenzkriterien erfüllen.

Cash.: Inwieweit haben Sie mit den teilweise heftigen Reaktionen einiger Pools gerechnet? Warum kam es ihrer Meinung nach zu einem derartig großen Wirbel um ihre Transparenz-Initiative?

Jacobus: Offenbar fühlen sich einzelne Pools nun beobachtet, daher konnte mit entsprechenden Reaktionen gerechnet werden. Niemand möchte schließlich als intransparent gelten.

Cash.: Ist ihrer Meinung nach nun ausreichend Transparenz im Poolmarkt geschaffen oder wird es weitere Vorstöße von Seiten der Ideal geben? Was könnte ein adäquates Mittel sein um die Transparenz zu steigern?

Jacobus: Wir haben mit der Veröffentlichung einer Liste mit den Pools, die die Transparenzkriterien erfüllen und jenen, die sie nicht erfüllen, ein deutliches Zeichen gesetzt. Falls es nötig sein sollte, werden wir auch in der Zukunft auf Missstände reagieren. Ein Rating von Pools könnte die Transparenz weiter steigern und zu einem Wettbewerb führen, von dem alle Marktteilnehmer profitieren würden.

Interview: Julia Böhne

Foto: Ideal

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