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19. Februar 2013, 09:25
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Warum der Weg in die Instant-Gesellschaft unser Business zunehmend beschleunigt

Der wesentliche Unterschied zwischen modernen und wenig entwickelten Gesellschaften liegt in der Geschwindigkeit, in der wir Waren und Dienstleistungen beziehen.

Kolumne von Oliver Pradetto, Blau direkt

Bedürfnisbefriedigung

Oliver Pradetto, blau direkt: “Wer nicht sofort zur Stelle ist, wird ersetzt.”

Kaum vorstellbar, dass jemand heute noch so lange auf seinen Neuwagen warten würde, wie die Bürger der DDR damals.

Geschwindigkeit ist in modernen Volkswirtschaften ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ganze Industriezweige schaffen ihre Lagerhaltung ab, weil man sich auf die Just-in-time-Lieferungen der Zulieferer verlässt und somit enorme Kosten spart.

Auch Informationen fließen immer schneller. Bezogen wir diese früher geduldig aus Telefonbuch, Duden und der Zeitung des nächsten Tages, warten wir heute nicht einmal mehr bis Günther Jauch die Millionenfrage nach einigen Minuten Werbepause auflöst. Wir “googlen” die Lösung schon vorher.

Keine sofortige Bedürfnisbefriedigung durch das Verkaufsgespräch

Wer diesen Drang nach immer schnellerem Konsum – egal ob Waren, Dienstleistungen oder Informationen – nicht befriedigt, wird mittelfristig ersetzt.

Unsere Branche erlebt dies gerade unmittelbar. Das klassische Verkaufsgespräch zielt auf den persönlichen Kontakt ab. Dies bedeutet jedoch, dass der Kunde sein Bedürfnis nach Information und Sicherheit mit Hilfe der klassischen Vertriebsstrukturen nicht unmittelbar befriedigen kann. Zunehmend bedient er sich daher der Internetlösung.

Das Leben überschüttet den Menschen ständig mit Verunsicherungen. Mal brennt es in der Nachbarschaft und wir stellen uns die Frage nach der Sicherheit unseres Wohneigentums. Mal erleidet ein Arbeitskollege einen Schlaganfall und wir wünschen uns einen Schutz vor Berufsunfähigkeit.

Kunden handeln sofort oder gar nicht

Früher waren wir unter Umständen bereit, auf einen Termin bei einem Finanzdienstleister zu warten. Heute handeln Kunden sofort oder gar nicht.

Wenn es juckt, möge sofort jemand kratzen: Eine Eingabe bei Google führt schnell mögliche Lösungen vor Augen oder wir stoßen bei unserem Smalltalk auf Facebook auf einen “Freund” der unser Problem löst. Wer nicht sofort zur Stelle ist, wird ersetzt.

Was tun Sie, um die Wünsche Ihrer Kunden unmittelbar zu befriedigen?

Autor Oliver Pradetto ist Kommanditist und Mitbegründer des Maklerpools Blau direkt.

Foto: Anne-Lena Cordts

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4 Kommentare

  1. Die Zuschüttung an Informationen muss nichts negatives sein, wenn man das “Spiel” spielen kann. So zwingt es z.B. die Strukturvertriebe nicht mehr das Wachstum zu erleben wie in früheren Tagen, da der Kunde die Informationen schneller filtern kann, z.B. im Bereich Bausparen. Auf der Seite http://www.mein-bauspar-vergleich.de kann ich schnell mit den Online Rechner einen Marktüberlick erhalten und sehe sofort ob die “Badenia” die beste Bausparkasse ist oder nicht. So etwas in der Form war früher nicht möglich.

    Kommentar von Christian Andreas — 2. April 2013 @ 18:49

  2. Ich lebe mit meinem Job.Es muss einfach Spass machen sonst geht es nicht.

    Kommentar von Timo Fuhrmann — 20. Februar 2013 @ 07:50

  3. Sehr geehrter Herr Fuhrmann,

    Ihrem Beitrag entnehme ich eine absolute Verfügbarkeit dem Interessenten gegenüber.

    Leben Sie auch nebenbei mit Familie, Freunden, sozialen Kontakten etc?

    Wann leben Sie

    Kommentar von roesger — 20. Februar 2013 @ 07:31

  4. Dies ist auch meine Meinung. Kunden wollen heute sehr schnell Info`s und dann auch das Produkt / Ware / Versicherung haben. Genau wie die Beantwortung einer Email nie länger als einen Tag dauern dürfte. Am besten innherhalb von Minuten. Wenn ein Kunde im Internet etwas sucht und dann zufällig um 21 Uhr auf meine Seite http://www.versicherungsselect.de kommt, eine Frage hat, dann ruft der Kunde an und wird hoffentlich gleich bedient oder er stellt die Anfrage per Mail. Auch hier ist schnelles Handeln gefragt. Zeit hat man heute nur bei großen Entscheidungen z. B. Immobilienkauf. Da nimmt man sich Zeit und prüft, wobei es dann bei einer Finanzierung schon wieder schneller gehen darf.

    Kommentar von Timo Fuhrmann — 19. Februar 2013 @ 13:52

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