14. März 2013, 11:45

Mediation: Werte schaffen, Kosten senken

Die Wirtschaftsmediation wird nun auch in Deutschland zunehmend als ein Instrument erkannt, dessen Einsatz unnötige Kosten durch aufgestaute Konflikte verschiedenster Eskalationsstufen in oder auch zwischen Unternehmen verhindert.

Text: Dana Mühlpfordt, Completion – Wirtschaftsmediation und Projektmanagement

Dana Mühlpfordt, Completion

Dana Mühlpfordt, Completion

Die Kontrolle von Kosten und Ressourcen ist in angespannten Wirtschaftslagen für Unternehmen wichtiger denn je. Konflikte sind Faktoren, die für Firmen durchaus kostspielig werden können. Konfliktkostenstudien belegen ein hohes Einsparpotenzial, wenn Streitigkeiten in Unternehmen weit vor ihrer Eskalation durch den Einsatz der Wirtschafts mediation geklärt werden. Mit innovativer Methodik kann zudem ein Wettbewerbsvorteil geschaffen und die Fluktuation guter Mitarbeiter verhindert werden.

Fast jede Firma hat jährlich Konfliktkosten in fünfstelliger Höhe, die sie hätte für Wachstum einsetzen können. Diese Konfliktkosten sind zum Beispiel entstanden durch die resultierende eingeschränkte Produktivität und Effektivität der Mitarbeiter, durch steigende Krankheitsfälle bis hin zu Burn-Out, Mitarbeiterfluktuation, Auftragseinbußen oder Projektverfehlungen.

Oft auftretendes Konfliktbeispiel

Herr Schmidt ist zum Beispiel geschäftsführender Inhaber eines kleinen mittelständischen Unternehmens im Bereich E-Commerce mit 35 Mitarbeitern. Das Geschäft läuft seit sechs Jahren mit ca. fünf Millionen Euro Jahresumsatz gut. Vor drei Jahren hat er für den Bereich Marketing einen zweiten beteiligten Geschäftsführer, Herrn Müller, hinzugeholt, während im Verantwortungsbereich von Herrn Schmidt der Vertrieb liegt.

Um die interne Unternehmensführung kümmern sich beide in gleichem Maße mit verteilten Aufgaben. In den ersten beiden Jahren lief die gemeinsame Unternehmensführung sehr gut, die Umsatzzahlen stiegen und die Mitarbeiterstimmung war angenehm. Herr Schmidt fing nun jedoch an, sich zunehmend in den Bereich Marketing einzumischen und, aus Herrn Müllers Sicht, destruktive Marketingaktivitäten zu fordern, die Herr Schmidt und sein Vertriebsteam sich zur Optimierung ausdachten. Auch innerhalb der internen Unternehmensführung rieben sich die Herren häufiger aneinander auf, da hier die Strukturierung nie fertig aufgestellt wurde.

Zunehmend entwickelte sich eine angespannte Stimmung zwischen Herrn Schmidt und Herrn Müller sowie zwischen dem gesamten Vertriebs- und Marketingteam. Wichtige Informationen wurden nun teilweise nicht mehr weitergegeben, Prozesse verliefen holprig, aus Stolz agierten die beiden Geschäftsführer öfters gegeneinander. Dies hatte im gesamten Unternehmen zur Folge, dass die Motivation der Mitarbeiter sank, die Konflikte sich auch zwischen den Teams häuften, Aufträge schlecht bearbeitet wurden, die Zahl der Aufträge abnahm und der Umsatz einbrach. Andere Abteilungen litten ebenso unter dieser Stimmung. Zwei gute Mitarbeiter kündigten nach einem halben Jahr.

Konflikte kosten und schaden dem Image

Eine Konfliktgeschichte dieser Art ist kein seltener Fall. Auch in größeren Firmen finden solche Machtkämpfe häufig statt. Die entstandenen Kosten für den gesamten Konflikt belaufen sich auf 1.123.500 Euro für das erste Konfliktjahr (siehe Grafik). Je früher sich die Geschäftsführer Hilfe von außen geholt hätten, desto geringer wären die Konfliktkosten ausgefallen und desto weniger hätte das Betriebsklima darunter gelitten. Zudem sind Konflikte von außen, von Geschäftspartnern oder Kunden, spürbar und greifen das Image an.

Wenn man in diesem Fallbeispiel nach einem halben Jahr einen Wirtschaftsmediator hinzugezogen hätte und die Konfliktsituation zwischen Schmidt und Müller sowie dem Team geklärt worden wäre, hätten sich die Konfliktkosten lediglich auf 383.500 Euro belaufen. Die dafür notwendigen Mediationskosten betragen circa 7.540 Euro und hätten sich damit neben der personellen und imagebezogenen Schadensbegrenzung für eine wirtschaftliche Schadensbegrenzung mehr als gelohnt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

Dana Mühlpfordt, Completion

Quelle: Cash.

 

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3 Kommentare

  1. Hey Karl, jag tror inte att du ökar på risken att dina barn blir mobbade genom att publicera fina minnen på en blogg, du kan inte orsaka eller skydda ditt barn från mobbning på det viset, hur välvilligt du så klart än menar.
    sammy dress http://www.sammydress.cc

    Kommentar von sammy dress — 31. Januar 2015 @ 08:35

  2. Jaja…die Einsteigertarife waren an allem schuld :) Es war doch schon vor Jahren abzusehen, dass das Prinzip Leute billig in die PKV zu locken, damit sie später bessere Tarife wählen, einfach nicht funktionieren kann. Ich kenne selbst einige “Selbstständige”, die ohne zu überlegen sofort in die PKV gegangen sind, weils da “nur” 120 Euro gekostet hat….Die Marktbereinigung tut der Branche gut aber ich bezweifle, ob die Vollversicherungen auf Dauer noch tragbar sind…das Geschäft liegt ganz klar in den Zusatzpolicen.

    Kommentar von Hr. Meier — 31. Januar 2015 @ 03:03

  3. Da dreht sich bei mir der Magen um, wenn ich das lese “Herr Franken von der DVAG”…die Fehlverhalte und Exzesse einzelener Marktteilnehmer”..bitte an der Stelle mal Selbstkritik üben…vielen Dank.
    Was dieser Artikel verschweigt.. die Generation “Y”, wünscht sich Sicherheit und eine finanzielle Basis nach dem Studium…das bietet eine selbständige Tätigkeit nicht. Nach dem Studium fängt man in der Regel bei “null”auf dem Konto an zu arbeiten. Und woher also das erste Geld verdienen? Richtig VERKAUFEN!!! Ein Null auf dem Konto zwingt zum Verkaufen, “Beratung” wird da Nebensache, und das hilft der Branche leider nicht, ihr Image zu verbessern… wenn man nur das kurzfristige Wachstum im Blick hat, blockiert das beim Umdenken.

    Kommentar von Tom Bein — 30. Januar 2015 @ 15:17

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