Anzeige
21. August 2014, 09:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Werberundschreiben durch Anlegeranwälte – OLG Köln verbietet Missbräuche

Bei “Großschadensfällen” weit verbreiteter Anlageprodukte dauert es oft nicht lange, bis sich Anwaltskanzleien an die betroffenen Anleger wenden. Diese zum Teil aggressiv anmutenden Marketingmethoden sind betroffenen Initiatoren, Vertrieben und auch manch anderen Anwälten oft ein Dorn im Auge.

Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Zacher, Rechtsanwälte Zacher & Partner

Anlegerschutz

“Auch beim Anlegerschutz gilt, dass nicht immer der lauteste Trommler zugleich der erfolgreichste Vertreter von Anlegerinteressen in der Gesamtschau ist.”

Aggressive Marketingmethoden

Was einerseits für den einzelnen Anleger, der oft nur begrenzte Informationen hat und mögliche Handlungsalternativen nicht einschätzen kann, willkommene und – zunächst – kostenfreie Hilfestellung ist, wird von anderen Beteiligten oft kritisch gesehen.

Die betroffenen Initiatoren sind selbstverständlich nicht glücklich, wenn “ihre” Anleger verstört werden; Vertriebe werden mit kritischen Fragen bombardiert oder verlieren das Vertrauen ihrer Kunden und auch manchen anderen Anwälten – auch aus dem Anlegerschutzlager – sind allzu aggressive Marketingmethoden ihrer Kollegen oft ein Dorn im Auge.

 “Publikumswirksameres” Vorgehen unterstützt

Nicht nur die modernen Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation, sondern auch die Entwicklung der Rechtsprechung hat in den letzten Jahren ein “publikumswirksameres” Vorgehen unterstützt.

Bei gesellschaftsrechtlich organisierten Anlageformen wie geschlossenen Fonds wurden Auskunftsrechte im Hinblick auf die Adressdaten der Mitanleger durch mehrere Urteile bestätigt. Dies ist auch grundsätzlich richtig, da nur so die Möglichkeit besteht, kritische Stellungnahmen und Beschlüsse gegenüber der Geschäftsführung vorzubereiten und gegebenenfalls durchzusetzen.

 Akquiseinstrument bestimmter Kanzleien

Auch die Aufforderung, sich zu organisieren, auszutauschen und gemeinsam Anlegeransprüche durchzusetzen, wurde bisher oft im Namen von Schutzgemeinschaften, Interessengruppen und Anlegerinitiativen lanciert.

Seite zwei: OLG Köln: Differenziertes Urteil

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Mehr Pflegebedürftige in 2015 – zwei Millionen werden zu Hause gepflegt

Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig. Wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete, waren Ende 2015 in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Das waren 8,9 Prozent beziehungsweise 234.000 Menschen mehr als im Dezember 2013.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Beratung ist nicht alles

Wie viel ist Beratung in der Baufinanzierung wert? “Gute” Beratung wird zunehmend zum erwarteten Standard – wie stellt man sich darauf ein?

Kolumne von Joachim Leuther, BS Baugeld Spezialisten

mehr ...

Investmentfonds

Versorgeraktien stehen unter Strom

In den vergangenen Jahren wurden Versorger an der Börse massiv abgestraft. Dabei werden diese Firmen besonders von der Elektromobilität profitieren. Gastkommentar von Uwe Zimmer, z-invest Gmbh

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...