Anzeige
Anzeige
9. Januar 2015, 18:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Sichere” versus “ergänzende” Altersvorsorge: Knackpunkt bei der Beratung

Um eine Falschberatung zu vermeiden ist es für den Berater fundamental, das genaue Anlageziel des Anlegers zu kennen. Ob dieser eine “sichere” oder eine “ergänzende” Altersvorsorge sucht kann bei der Auswahl geeigneter Anlageprodukte einen großen Unterschied machen, so ein aktuelles BGH-Urteil.

Rechtsschutzversicherer-urteil in Sichere versus ergänzende Altersvorsorge: Knackpunkt bei der Beratung

Bei der Beratung sollte ganz klar zwischen “sicherer” und “ergänzender” Altersvorsorge unterschieden werden.

In dem vorliegenden Streitfall beteiligte sich ein Anleger an einem geschlossenen Immobilienfonds in Form einer Beteiligungsgesellschaft. Nachdem der Anleger zunächst über mehrere Jahre Ausschüttungen erhalten hatte, geriet die Beteiligungsgesellschaft in eine wirtschaftliche Schieflage, die eine Einstellung der Ausschüttungen und ein Insolvenzverfahren zur Folge hatte.

Anlageziel Altersvorsorge

Der Anleger hat eigenen Angaben zufolge eine Anlage für seine Altersvorsorge gesucht. Der insolvente Fonds habe seinem Anlageziel nicht entsprochen, somit habe es sich um eine Falschberatung gehandelt. Er sei zudem über das Totalverlustrisiko, die praktisch fehlende Fungibilität, das persönliche Haftungsrisiko der Anleger als GbR Gesellschafter und die Weichkostenstruktur nicht ordnungsgemäß aufgeklärt worden. Der Berater berief sich hingegen auf die Einrede der Verjährung.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hebt mit seinem aktuellen Urteil vom 11. Dezember 2014 (Az.: ZR 365/13) das angefochtene Urteil des Landgerichts auf und verweist den Fall zurück an das Berufungsgericht.

“Sichere” versus “ergänzende” Altersvorsorge

Für den BGH bleibt ein zentraler Punkt des Rechtsstreites ungeklärt, nämlich das konkrete Anlageziel. Zwar habe der Anleger angegeben, dass es sich hierbei um “eine Anlage für seine Altersvorsorge” handele. Allerdings bliebe offen, ob es dabei um das Schließen einer Vorsorgelücke oder lediglich um eine ergänzende Altersvorsorge ging.

Seite zwei: Besser nochmal nachfragen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

VanEck: 2017 markiert Start eines Gold-Bullenmarktes

Das Investmenthaus VanEck rechnet damit, dass in diesem Jahr eine langfristigen Gold-Hausse einsetzt.

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...