Anzeige
15. Februar 2016, 11:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IDD: Was Versicherungsvermittler wissen müssen

Rechtsanwalt Norman Wirth von der Berliner Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte hat Antworten auf die 13 am häufigsten gestellten Fragen zur europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) zusammengetragen.

IDD: Was Versicherungsvermittler wissen müssen

Norman Wirth: “Ein Provisionsverbot ist ausdrücklich nicht in der Verordnung, obwohl dieses Thema lange diskutiert wurde.”

1. Was ist die IDD?

IDD ist die Abkürzung für Insurance Distribution Directive, zu Deutsch: Versicherungsvertriebsrichtlinie. Früher hieß sie noch IMD 2, zu Deutsch: Versicherungsvermittlerrichtlinie 2. Dazu ein kurzer Blick in die Historie: Mit der ersten Versicherungsvermittlerrichtlinie aus dem Jahr 2003 wurde der Grundstein für die erste umfassende Regulierung der Versicherungsvermittlung, insbesondere durch Einführung des Paragrafen 34 d Gewerbeordnung (GewO) in Deutschland anno 2007 gelegt.

Inzwischen wurde in den Ländern der EU geschaut, wo sich die damalige Regulierung bewährt hat und wo es (vermeintlich) noch Handlungsbedarf gibt. Die großen Überschriften sind Verbraucherschutz und europäische Harmonisierung nationaler Vorschriften. Umfasst sein sollen nun nicht nur die Vermittler, sondern alle Vertriebsformen.

2. Was steht dort konkret für Versicherungsmakler drin?

Richtig konkret ist dort wenig zu finden. Die Richtlinie gibt vielmehr in weiten Teilen einen Rahmen vor, innerhalb dessen sich die einzelnen Mitgliedsländer bei der Umsetzung in nationales Recht bewegen können. Es wird explizit von einer angestrebten Mindestharmonisierung gesprochen. Das soll die einzelnen EU-Länder nicht daran hindern, strengere Regeln im jeweiligen Land aufzustellen.

3. Kommt damit jetzt das Provisionsverbot?

Ein Provisionsverbot ist ausdrücklich nicht in der Verordnung, obwohl dieses Thema lange diskutiert wurde. Damit ist es den EU-Mitgliedsstaaten freigestellt, ein solches Verbot einzuführen – oder auch nicht. In Deutschland ist nach Bekenntnis der derzeitigen Regierungsparteien mit einem Provisionsverbot im Rahmen der Umsetzung in deutsches Recht nicht zu rechnen.

4. Äußert sich die IDD zur Honorarberatung oder zu sogenannten Mischmodellen?

Ja. Der Vermittler soll vor Abschluss des Versicherungsvertrages dem Kunden mitteilen, wie er vergütet wird. Das können unter anderem sein: eine Gebühr vom Kunden, eine in der Versicherungsprämie eingepreiste Provision vom Versicherer oder aber eine Kombination davon (Mischmodell). Kick Backs sind auf jeden Fall offenzulegen.

Seite zwei: Was sagt die Richtlinie zu Tippgebern?

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Patientenversorgung: Mehr Effizienz gefordert

Der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Christoph Straub, hat mehr Kontrolle und Effizienz in der Patientenversorgung angemahnt. “Wir müssen an den Stellen, wo wir Geld ausgeben, ohne dass medizinischer Nutzen entsteht, ohne das die Patientinnen und Patienten etwas davon haben, konsequent eingreifen”, sagte Straub der Deutschen Presse-Agentur.

mehr ...

Immobilien

Aufmerksame Vermieter sorgen für Mietschulden-Rückgang

Dass jemand seine Miete nicht pünktlich überweist, kann viele Gründe haben – und schwere Folgen bis hin zur Obdachlosigkeit. Die Branche sieht sich im Kampf gegen Mietschulden aber auf einem guten Weg.

mehr ...

Investmentfonds

Unicredit dürfte weiteres Tafelsilber verkaufen

Der durch die italienische Bankenkrise angeschlagene Finanzkonzern Unicredit steht laut einem Medienbericht vor einem milliardenschweren Beteiligungsverkauf an seinen Anteilen von der polnischen Bank polnischen Bank Pekao.

mehr ...

Berater

Weil Sie es sich wert sind: Der Preis steht!

Ihr Preis ist immer auch Ausdruck Ihrer Leidenschaft als Verkäufer und ein Versprechen an Ihren Kunden für die zukünftige Zusammenarbeit. Gehen Sie dementsprechend selbstbewusst mit Ihrem Angebot um. Die Limbeck-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Rickmers und E.R. Capital: Doch kein Zusammenschluss

Die Rickmers Holding und die E.R. Capital Holding wollen die geplante Zusammenlegung der Schiffsmanagement-Aktivitäten vorerst nicht weiter verfolgen. Im April hatten beide Gesellschaften noch eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...