Anzeige
10. Februar 2016, 09:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Kunden haben ein Recht zu wissen, welche Kosten Finanzprodukte in sich tragen”

Im Interview mit Cash. sprach Honorarberater Patrick Greiner über die Vorteile, die die Honorarberatung Kunden und Beratern bietet und die Gründe, warum sich die alternative Vergütungsform in Deutschland bisher noch nicht durchsetzen konnte.

Greiner: Honorarberater haben einen Vertrauensvorsprung

Patrick Greiner: “Provisionen sind innerhalb der Finanzbranche nach wie vor ein Milliardengeschäft.”

Cash.: Warum haben Sie sich für die Honorarberatung entschieden?

Greiner: Weil sie die einzig offene, ehrliche und transparente Finanzberatungsform ist. Leider wissen die meisten Verbraucher nicht, dass sie für Altersvorsorgeverträge mehrere Tausend Euro an Provisionen, Gebühren, Verwaltungskosten, Fondskosten, Garantiekosten etc. zahlen. Und ich behaupte sogar, dass ein Großteil der Berater nicht einmal die tatsächliche Höhe der Kosten ihrer vermittelten Verträge kennt, beziehungsweise sich dafür interessiert.

Kunden haben aber ein Recht zu wissen, welche Kosten Finanzprodukte in sich tragen. Wenn ich meinen Mandanten Möglichkeiten aufzeige, Provisionen zu umgehen, Produktkosten zu reduzieren und sie sogar Kick-backs auf ihr eigenes Konto zurückerstattet bekommen, stellt sich für sie die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Beraterhonorars erst gar nicht. Sie erkennen recht schnell den deutlichen finanziellen Mehrwert sogenannter Netto-Tarife und Netto-Depots. Wegen dieser enormen Kundenvorteile habe ich mich für die Honorarberatung entschieden.

Welche Voraussetzungen sind notwendig, um als Honorarberater erfolgreich zu sein?

Fachliche und vertriebliche Weiterbildung, Fleiß, Disziplin und Geduld. Es ist ein Irrglaube davon auszugehen, dass man sich mit einigen Jahren Berufserfahrung als Provisionsberater und dem Besuch von „ein paar Vorträgen“ mit Leichtigkeit in der Branche der Honorarberater behaupten kann.

Um sich erfolgreich zu positionieren, ist ein genauer Handlungsplan notwendig, gefüllt mit gezielten Weiterbildungsmaßnahmen, fachlichen Recherchen sowie Gesprächen mit Verbänden und Netto-Produktanbietern. Darüber hinaus ist die Entwicklung eines eigenen Gesprächsleitfadens erforderlich – völlig losgelöst vom bisher bekannten Provisions- Beratungsprozess.

Für den klassischen Provisionsberater ist ein Umdenk-Prozess notwendig, der sicherlich eine gewisse Zeit dauert. Die größte Herausforderung findet jedoch im Kopf des Beraters statt: Die meisten scheitern, weil sie gedanklich in der “Provisionswelt” gefangen sind und sich daraus kaum befreien können beziehungsweise wollen.

 

Seite zwei: “Provisionsprodukte stehen immer mehr in der öffentlichen Kritik

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Universa erweitert Fondspolice

Die Universa hat ihre fondsgebundene Rürup-Rente weiter ausgebaut. Nach Angaben des Versicherers können Kunden in der Einzelfondsauswahl bis zu fünf Anlagefavoriten aus rund 50 Aktien-, Renten-, Misch-, Dach- und Geldmarktfonds wählen und diese jederzeit wieder ändern.

mehr ...

Immobilien

Beruhigung am chinesischen Immobilienmarkt

Obwohl die Immobilienpreise in den meisten chinesischen Städten weiter steigen, beruhigt sich der Markt im Vergleich zu den Vormonaten. Dies geht aus einer am Mittwoch in Peking veröffentlichten Erhebung der nationalen Statistikbehörde hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Aktientausch: BFH-Urteil zur Steuerfreiheit bei einem Barausgleich

Erhält ein Aktionär bei einem Aktientausch einen Barausgleich für vor dem 1. Januar 2009 erworbene ausländische Aktien, die länger als ein Jahr gehalten wurden, unterliegt dieser Barausgleich nicht der Einkommensteuer. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH).

mehr ...
18.01.2017

Donald sieht rot

Berater

Dirk Kreuter startet Vertriebsoffensive

Vertriebsexperte Dirk Kreuter gastiert in diesem Jahr in acht deutschen Städten und in Wien mit dem Event “Vertriebsoffensive”. Zu den Themen zählen unter anderem Kundenakquise, Einwandbehandlung und “Die Psychologie des Überzeugens”. Cash.-Online-Leser erhalten vergünstigte Karten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Recht

WIKR: Konsequenzen für die Darlehensvergabe der Assekuranz

Die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) im März 2016 bedeutet für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Auch das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) ist von der WIKR betroffen. In ihrer aktuellen Publikation stellt die Finanzaufsicht Bafin die Änderungen dar.

mehr ...