Anzeige
Anzeige
21. Mai 2013, 14:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

VZBV-Studie moniert mangelhafte VIBs

Laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) erfüllt keines der untersuchten Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB) alle gesetzlichen Anforderungen. Die VIBs müssen Fakten zu dem Anlageprodukt, insbesondere Chancen, Risiken und Kosten enthalten.

VZBV moniert Vermögensanlagen-InformationsblätterSeit Juni 2012 müssen Anbieter, die geschlossene Fonds oder andere Kapitalanlagen wie Genussrechte oder Namensschuldverschreibungen vertreiben, ihren Kunden ein Informationsblatt zur Verfügung stellen.

Das VIB muss in kurzer und verständlicher Form alle wesentlichen Fakten zu dem Produkt, seinen Chancen, Risiken und Kosten sowie den Provisionen für den Vermittler enthalten.

Ungenaue Angaben zu Konditionen

Der Untersuchung zufolge verstößt jedes vierte der 67 Unternehmen, die im März eine Vermögensanlage verkauften, gegen die Pflicht, das dazugehörige Informationsblatt auch auf ihrer Webseite zu veröffentlichen.

Insgesamt sind 24 VIBs daraufhin untersucht worden, wie sie die im Gesetz festgelegten Informationspflichten umsetzten. Lediglich ein VIB habe das Produkt zumindest grundsätzlich im Detail beschrieben, so die Studie. Alle anderen VIBs seien demnach ungenau geblieben und nicht ausreichend auf konkrete Konditionen der jeweiligen Vermögensanlage eingegangen.

VZBV moniert Vermögensanlagen-Informationsblätter

Dorothea Mohn, VZBV: “Wenn bereits die Kurzinformation mangelhaft ist, wird es um die Qualität der angebotenen Produkte kaum besser stehen.”

“Es ist alarmierend, dass die gesetzlichen Vorgaben und damit der Verbraucherschutz so wenig ernst genommen werden”, meint Dorothea Mohn, Finanzexpertin des VZBV.

VZBV fordert besseren Verbraucherschutz

Der VZBV spricht sich dafür aus, den aktiven Vertrieb solcher Vermögensanlagen an Privatanleger zu verbieten. Zumindest seien laut VZBV schärfere Schutzvorschriften nötig, um die Risiken für Anleger durch den Vertrieb von Vermögensanlagen zu reduzieren.

Das Bundesfinanzministerium sollte zudem einheitlich klare Standards für die VIBs setzen, so der VZBV. Die Kurzinformation des VIB müsse auf einen Blick und in drucktechnisch hervorgehobener Form das maximale Verlustrisiko der Anlage deutlich machen und eine Aussage darüber enthalten, wer unter welchen Voraussetzungen als Anleger für die jeweilige Vermögensanlage geeignet ist. (jb)

 

Foto: Shutterstock / VZBV

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Renten sollen um 1,9 (West) und 3,6 Prozent (Ost) steigen

Die Renten in Deutschland sollen Mitte des Jahres um 1,9 Prozent im Westen und 3,6 Prozent im Osten steigen. Das teilte das Bundessozialministerium am Mittwoch in Berlin mit. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) nun 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwerts West. Bisher lag er bei 94,1 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Gewerbeimmobilien: US-Notenbanker warnt vor Übertreibungen

Paul Rosengreen, Chef der Notenbank von Boston, hat davor gewarnt, dass der Markt für Gewerbeimmobilien mögliche wirtschaftliche Probleme verstärken könnte.

mehr ...

Investmentfonds

Legg Mason legt neuen High-Yield-Fonds für Instis auf

In Deutschland haben viele Anleger immer noch stark mit den negativen Realzinsen zu kämpfen. Legg Mason will von diesem Trend profitieren und bietet ein Fonds, der in hochverzinsliche Wertpapiere anlegt, für professionelle Investoren an.

mehr ...

Berater

DVAG, MLP & Co.: Mehr Frauenpower im Finanzvertrieb

In der Finanz- und Versicherungsberatung sind Frauen immer noch in der Minderheit. Und das, obwohl die Beratertätigkeit heute schon gender-neutrale Vergütungs- und Entwicklungschancen bietet.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

Koalition entschärft Präventionsgesetz gegen Immobilienblase

Die große Koalition reagiert auf Kritik aus den Reihen der Kredit- und Wohnungswirtschaft: Der Finanzaufsicht Bafin werden weniger Instrumente als geplant zur Verfügung stehen, um gegen eine drohende Immobilienblase vorzugehen.

mehr ...